Ein Buch, das zur Tötung von Homosexuellen, Juden und Christen aufrief, wurde aus dem Sortiment von Fnac entfernt, nachdem Yohan Pawer Alarm geschlagen hatte.
Ein Buch, das zur Tötung von Homosexuellen, Juden und Christen aufrief, wurde aus dem Sortiment von Fnac entfernt, nachdem Yohan Pawer Alarm geschlagen hatte.

Es ist ein Sieg, den Yohan Pawer, Aktivist, Gründer des Éros-Kollektivs und Whistleblower im Bereich des islamistischen Extremismus, als solchen feiert. Am Dienstag verkündete er in den sozialen Medien, dass das Buch Sünden und HeilungDas Buch, das im Zentrum einer hitzigen Kontroverse stand, war kurz zuvor aus dem Sortiment der Fnac-Website genommen worden, nachdem ein Video, das seinen Inhalt scharf kritisierte, viral gegangen war. Eine rasche Mobilisierung in den sozialen Medien zwang den Buchhändler schließlich zum Einlenken.

In einem viel geteilten Video kritisierte Yohan Pawer ein islamisches Buch, das die Tötung von Homosexuellen und den Hass auf Juden und Christen als legitim, ja sogar positiv darstellte. Zu den dem Buch zugeschriebenen Zitaten gehörten Passagen, die die Hinrichtung von Homosexuellen, die Überlegenheit dieser Strafe gegenüber jeder anderen und die Idee, dass „der Messias Juden und Christen töten wird“, thematisierten. Viele politische Führer stuften diese Aussagen als äußerst besorgniserregend ein.

Der Skandal eskalierte weiter, als der Aktivist enthüllte, dass das Buch nicht nur von Fnac verkauft, sondern auch über den Kulturpass erhältlich war, der von Kulturministerin Rachida Dati verwaltet wird. „Der Gipfel der Absurdität? Dank Rachida Dati kann man es mit dem Kulturpass bekommen“, prangerte er an und wies damit auf einen gravierenden Fehler in den Zugangskriterien hin.

Ein weiteres schockierendes Element des Videos ist die Reaktion einer Fnac-Verkäuferin auf die Frage nach dem Inhalt des Buches. Sie spielte die Bedeutung der Gewaltaufrufe herunter und verglich das Buch sogar mit denen von Éric Zemmour. Dieser Austausch heizte die Kontroverse weiter an und löste Empörung bei mehreren gewählten Amtsträgern aus, insbesondere vom Rassemblement National, die Klage einreichten und die Geschäftsführung der Fnac-Darty-Gruppe infrage stellten.

Angesichts des Drucks von Medien und Politik stellt die Entfernung des Buches von der Fnac-Website einen ersten konkreten Rückschlag dar. Yohan Pawer begrüßt dies und sieht darin einen Sieg gegen die Normalisierung von Hassrede, die im Namen der Religion verbreitet wird.