Untersuchungskommission zu France Télévisions: Léa Salamé und Laurent Delahousse werden angehört. (Frankreich 2)
Untersuchungskommission zu France Télévisions: Léa Salamé und Laurent Delahousse werden angehört. (Frankreich 2)

Nach einer rund einmonatigen Pause nimmt die parlamentarische Untersuchungskommission, die mit der Bewertung von Betrieb, Neutralität und Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beauftragt ist, nächste Woche ihre Arbeit wieder auf. Die Anhörungen, die überraschend Ende Dezember ausgesetzt worden waren, werden nun endlich fortgesetzt.

Der Vorsitzende des Ausschusses, das Parlamentsmitglied Jérémie Patrier-LeitusEr gab an, dass die Vorladungen künftig thematisch organisiert werden. Ziel sei es, strukturierte Anhörungen zu gewährleisten und eine Umwandlung des Gremiums in ein unübersichtliches System zu verhindern. "politisches Tribunal".

Erwartete Medien- und Politikvertreter

Zu den erwarteten Zeugen gehören mehrere prominente Persönlichkeiten von France Télévisions. Léa Salamé, Moderatorin der 20-Uhr-Nachrichten auf France 2, und Laurent Delahousse Sie werden am 2. Februar angehört. Auch Élise Lucet und Nagui werden angehört. Kulturministerin Rachida Dati wird am 5. Februar an einer Anhörung teilnehmen.

Die Kommission plant außerdem, Vertreter von Reporter ohne Grenzen anzuhören. Pierre HaskiDer Präsident des Verbandes wird am 21. Januar in Begleitung zweier weiterer RSF-Mitglieder sprechen. Diese Anhörungen sind Teil einer Reihe von Treffen, die sich mit den Praktiken und Abläufen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks befassen.

Weitere Journalisten von France Télévisions sowie institutionelle Vertreter werden in den kommenden Wochen einberufen, um einen umfassenden Überblick über den Sektor zu geben und Fragen der Unternehmensführung und der redaktionellen Unabhängigkeit zu erörtern.

Überraschende neue Regeln:

Um wiederherzustellen „ein Klima des Vertrauens und der Gelassenheit“Laut offizieller Mitteilung hat der Ausschuss strenge neue Regeln erlassen. Abgeordneten ist es nun untersagt, während der Anhörungen live in sozialen Medien zu streamen oder die Aussagen der Befragten falsch darzustellen. Jeder Verstoß gegen diese Regeln kann zur Unterbrechung der Sitzung oder zur Einberufung einer Sitzung des Ausschusspräsidiums führen.

Diese Maßnahmen mögen überraschend erscheinen und erwecken eindeutig den Eindruck, dass diese Untersuchungskommission einigen Leuten Sorgen bereitet und dass Dinge vor den Franzosen verheimlicht werden müssen… Das ist sicherlich die vorherrschende Meinung vieler Zuschauer und Beobachter heute…