Sechs Männer, die im Verdacht stehen, an einem geplanten Anschlag in Sarcelles (Val-d’Oise) beteiligt gewesen zu sein, werden nach ihrer Festnahme am Samstag einem Anti-Terror-Richter vorgeführt. Dieses Verfahren ist Teil der Ermittlungen, die die Nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft (PNAT) eingeleitet hat, nachdem am 11. Juli in der Nähe einer Synagoge in der Stadt ein Fahrzeug mit Kriegswaffen entdeckt worden war.
Der Fall begann mit einer Meldung der Generaldirektion für Innere Sicherheit (DGSI). Polizeibeamte entdeckten ein gestohlenes Auto in der Nähe eines Kinokomplexes, nur wenige hundert Meter von einer Synagoge entfernt. Im Fahrzeug fanden sie unter anderem ein Sturmgewehr vom Typ Kalaschnikow, eine Beretta-Pistole und mehrere Magazine. Rund 300 Personen wurden vorsorglich evakuiert.
Eine Untersuchung unter der Leitung der Nationalen Anti-Terror-Staatsanwaltschaft
Nach diesem Fund leitete die Nationale Antiterrorstaatsanwaltschaft (PNAT) Ermittlungen wegen terroristischer Verschwörung zur Begehung von Straftaten gegen Personen sowie wegen des Transports, Besitzes und Erwerbs von Waffen im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung ein. Die Ermittlungen werden von der Generaldirektion für Innere Sicherheit (DGSI), der Antiterroreinheit (SDAT), der Nationalen Direktion der Kriminalpolizei und der Polizei des Départements Val-d’Oise geführt.
Die sechs Verdächtigen müssen nun einem Anti-Terror-Richter vorgeführt werden, der über eine mögliche Anklage und das weitere Vorgehen entscheidet. Die Ermittler konzentrieren sich insbesondere darauf, die genaue Rolle jedes Einzelnen zu klären und festzustellen, ob ein Anschlag unmittelbar bevorstand.
Die Ermittlungen dauern an.
Zum jetzigen Zeitpunkt haben die Behörden weder die Identität noch die Motive der Verdächtigen öffentlich bekannt gegeben. Die genauen Umstände des mutmaßlichen Angriffs werden noch ermittelt, und die Ermittlungen zur Klärung möglicher Ziele, Komplizen und der Herkunft der im Fahrzeug gefundenen Waffen dauern an.
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