Ein Öltanker wurde in der Straße von Hormus vor der omanischen Küste von einem unbekannten Geschoss getroffen und ist seitdem manövrierunfähig. Der Vorfall ereignete sich zu einem Zeitpunkt, als der Schiffsverkehr in dieser strategisch wichtigen Wasserstraße den niedrigsten Stand seit drei Monaten erreicht hatte.
Die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO gab am späten Montag bekannt, dass ein vor der Küste Omans fahrender Öltanker von einem unbekannten Geschoss getroffen wurde. Der Einschlag beschädigte den Maschinenraum des Schiffes und machte ihn dadurch funktionsunfähig. Die Besatzung sei wohlauf, hieß es weiter.
Der Vorfall ereignete sich neun Seemeilen bzw. rund 16,7 Kilometer nordöstlich der omanischen Stadt Asch Schischa in der Straße von Hormus. Die Nationalität des Tankers und seine Fahrtrichtung wurden nicht angegeben.
Die Lage in der Region ist angespannt. Laut vorläufigen Schifffahrtsdaten von Kpler durchquerte am Montag nur ein einziges Frachtschiff die Straße von Hormus – die niedrigste Zahl seit dem 7. Mai. Ein sehr großer LNG-Tanker fuhr aus dem Golf von Oman in die Straße ein, verglichen mit sechs Schiffen aller Art am Sonntag. Diese Zahlen können sich noch ändern, da einige Schiffe während der Durchfahrt ihre Transponder deaktivierten.
Auf diplomatischer Ebene führte der pakistanische Generalstabschef Asim Munir Gespräche mit iranischen Vertretern über Deeskalationsmaßnahmen und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Das pakistanische Militär erklärte in einer Pressemitteilung, dass die Gespräche den regionalen Frieden und Wege zu einer Verhandlungslösung der Streitigkeiten zum Thema hatten.
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