Teheran behauptet, mit Oman eine Einigung über die geografischen Koordinaten einer Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus erzielt zu haben, die seit dem US-israelischen Angriff Ende Februar teilweise blockiert ist. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums stellte jedoch klar, dass sich die Vereinbarung noch in der Endphase befinde.
Der Iran gab am Mittwoch bekannt, eine Vereinbarung mit Oman über eine Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus getroffen zu haben, durch die üblicherweise etwa ein Fünftel des weltweiten Erdöls und Flüssigerdgases transportiert wird. Außenministeriumssprecher Esmaeil Baqaei nannte keine technischen Details zur gewählten Route, sondern erklärte lediglich, dass die „geografischen Koordinaten der Route“ mit Maskat vereinbart worden seien.
Der iranische Vize-Außenminister Kazem Gharibabadi stellte klar, dass der Korridor nur vorübergehend und für einen Zeitraum von zwei bis vier Monaten geöffnet sein werde. Weitere Informationen zur konkreten Umsetzung wurden nicht bekannt gegeben.
Baqaei relativierte jedoch die Bedeutung der Ankündigung und erklärte, ein bilaterales Abkommen mit Oman reiche nicht aus, um die sichere Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Er kritisierte die US-Seeblockade iranischer Häfen als „aggressive und bedrohliche Aktion“. Weder Washington noch Maskat haben sich öffentlich zu dieser Erklärung geäußert.
Seit dem US-israelischen Angriff auf den Iran Ende Februar hat Teheran die Straße von Hormus weitgehend abgeriegelt. Schiffe, die sie passieren wollen, benötigen eine vorherige Genehmigung und werden angegriffen, wenn sie diese Anordnung missachten. Die globalen Ölpreise haben seither erhebliche Schwankungen erfahren.
Am Dienstag hat der amerikanische Präsident Donald Trump hatte gewarnt, dass der Iran „sehr hart getroffen“ würde, wenn die Straße nicht „sehr bald“ wieder geöffnet würde. US-Beamte hatten zuvor angedeutet, dass die Gespräche über eine mögliche Wiederaufnahme des Transits bereits in dieser Woche Fortschritte gemacht hätten, eine Version, die Teheran dementierte und erklärte, man verhandle nicht mit Washington.
Die Frage einer möglichen iranischen Steuer auf Schiffe, die die Straße von Gibraltar passieren wollen, bleibt einer der Hauptstreitpunkte zwischen den beiden Ländern. Iranische Beamte äußerten sich am Mittwoch nicht dazu, ob dieses Thema auf der Tagesordnung der Gespräche mit Oman stehe.
Im Juni unterzeichneten Iran und die Vereinigten Staaten eine Absichtserklärung mit dem Ziel, die Kämpfe zu beenden, die Straße von Gibraltar wieder zu öffnen und innerhalb von sechzig Tagen ein Friedensabkommen zu erzielen. Dieses Abkommen hielt jedoch nur wenige Tage, bevor die gegenseitigen Angriffe wieder aufflammten. Darüber hinaus blockieren die jemenitischen Huthis, unterstützt von Teheran, seit dem 20. Juli saudische Häfen im Roten Meer.
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