Die israelische Armee gab am Donnerstag bekannt, Angriffe auf Ziele in zwei südlibanesischen Städten durchgeführt zu haben. Die angegriffenen Gebäude seien von Hisbollah-Kämpfern genutzt worden. Die Angriffe erfolgen inmitten anhaltender Spannungen an der israelisch-libanesischen Grenze, wo es in den letzten Monaten vermehrt zu Zusammenstößen und Schusswechseln gekommen ist.
Laut israelischer Armee wurden die Bewohner zweier Gebäude vor dem Angriff gewarnt und zur Evakuierung aufgefordert. Etwa eine Stunde nach dieser ersten Warnung gab der arabischsprachige Armeesprecher eine weitere Mitteilung heraus, in der er die Bewohner zweier weiterer Städte dringend aufforderte, ihre Gebäude zu verlassen, was auf weitere Angriffe hindeutete.
Die Angriffe verursachten erhebliche Sachschäden, wie aus Bildern aus Jbaa hervorging, wo Zivilschutzkräfte die Trümmer untersuchten. Die libanesischen Behörden machten zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern, und auch die Hisbollah gab zunächst keine öffentliche Erklärung ab.
Diese Operationen sind Teil einer Eskalation, die die internationale Gemeinschaft beunruhigt, da grenzüberschreitende Feuergefechte die Angst vor einem größeren Konflikt schüren. Israel behauptet, ausschließlich Stellungen der Hisbollah anzugreifen, während libanesische Beamte regelmäßig Verletzungen ihrer Souveränität anprangern. Die Ereignisse vom Donnerstag unterstreichen einmal mehr die Fragilität der Lage im Südlibanon und die allgegenwärtige Gefahr einer militärischen Eskalation.