Nach den juristischen Entwicklungen im Fall Édouard Philippe gerät nun auch Dominique de Villepin ins Visier der Nationalen Finanzstaatsanwaltschaft (PNF). Die PNF gab am Mittwoch die Einleitung eines Vorverfahrens zu zwei Posten bekannt, die Dominique de Villepin während seiner Amtszeit als Außenminister zwischen 2002 und 2004 erhalten hatte. In einer Erklärung teilte der Finanzstaatsanwalt Pascal Prache mit, dass die Ermittlungen am Dienstag eingeleitet wurden. „Anklagen wegen der Annahme gestohlener öffentlicher Gelder und aller damit zusammenhängenden Straftaten“Laut Pascal Prache sollten die Untersuchungen Licht ins Dunkel bringen. „die Umstände, unter denen Dominique de Villepin, als er zwischen 2002 und 2004 Außenminister war, angeblich eine Statuette und eine Büste erhielt und diese anschließend behielt.“
Zwei Objekte im Zentrum einer politischen Kontroverse
Dieses Verfahren folgt den Enthüllungen des Programms Weitere UntersuchungIn einer Sendung des französischen Fernsehsenders France 2 behauptete der Lobbyist Robert Bourgi, bei der Übergabe zweier Napoleon-Statuetten an Dominique de Villepin als Vermittler fungiert zu haben. Laut Bourgi wurden die Objekte von Blaise Compaoré, dem damaligen Präsidenten von Burkina Faso, und dem italienischen Geschäftsmann Gian Angelo Perrucci finanziert. Die Zeitung Le Monde berichtete zudem, Bourgi habe zwei Objekte im Wert von 75.000 € bzw. 50.000 € erwähnt. Dominique de Villepin, der als potenzieller Kandidat für die Präsidentschaftswahlen 2027 gehandelt wird, räumte am 10. Mai auf France Inter ein, er habe mit der Annahme dieser Geschenke als Außenminister einen Fehler begangen. „Es war ein Fehler. Ich hätte sie nicht annehmen sollen.“Dominique de Villepin hatte erklärt und dabei daran erinnert, dass„Damals gab es keinen Rahmen für solche Situationen.“
Die Statuetten kehrten an das Außenministerium zurück.
Vor der Bekanntgabe der PNF-Ermittlungen hatte das Umfeld von Dominique de Villepin mitgeteilt, die beiden Objekte seien dem Außenministerium übergeben worden. Die Statuetten wurden Anfang Mai an den Quai d'Orsay zurückgegeben, wobei de Villepins Umfeld auch den öffentlich angegebenen Wert von 125.000 € anzweifelte. Dominique de Villepin erklärte außerdem, Weitere Untersuchung dass er diese Gegenstände nicht angenommen hätte, wenn er ihre Herkunft gekannt hätte. „Ich hätte diese Gegenstände niemals angenommen, wenn ich gewusst hätte, woher sie stammen.“, Sagte er.
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