Der chinesische Online-Modekonzern Shein bestätigte am Montag seinen geplanten Börsengang (IPO) in Hongkong für den 1. September. Durch den Verkauf von 280 Millionen Aktien sollen 23 Milliarden Euro eingenommen werden. Der Preis pro Aktie wird zwischen 47,60 HK$ und 49,50 HK$ liegen. Der Börsengang erfolgt nach mehreren Monaten der Unsicherheit an den Finanzmärkten.
Shein musste in den letzten Wochen zwei aufeinanderfolgende Absagen in London und New York hinnehmen. Diese Rückschläge zwangen das Unternehmen, seine Bewertungserwartungen zu senken. Laut Reuters, wie von Les Echos berichtet, strebte das Unternehmen ursprünglich eine Bewertung zwischen 21,5 und 24 Milliarden Euro an. Die aktuelle Bewertung liegt viermal niedriger als die für 2022 prognostizierte und spiegelt die Schwierigkeiten wider, mit denen die Plattform bei der Finanzierungssuche konfrontiert ist.
Ihr Wert ist seit 2022 um den Faktor vier gesunken.
Hongkong stellt nun die einzig realistische Option für den Fast-Fashion-Spezialisten dar. Westliche Börsenaufsichtsbehörden hatten Bedenken hinsichtlich des Geschäftsmodells und der finanziellen Intransparenz des Konzerns geäußert. Der Eintritt in den asiatischen Markt markiert einen strategischen Wendepunkt für Shein, das seine Investoren nun von seiner Fähigkeit überzeugen muss, trotz der Kontroversen weiterhin zu wachsen.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Schreiben Sie eine Rezension
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.