Samsung verspricht seinen Halbleitermitarbeitern massive Bonuszahlungen von bis zu 338.000 US-Dollar.
Samsung verspricht seinen Halbleitermitarbeitern massive Bonuszahlungen von bis zu 338.000 US-Dollar.

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung Electronics hat mit den Gewerkschaften seiner Halbleitersparte eine vorläufige Vereinbarung getroffen, um einen flächendeckenden Streik abzuwenden. Im Gegenzug sollen die Beschäftigten der Chipsparte in diesem Jahr durchschnittliche Bonuszahlungen von schätzungsweise 509 Millionen Won (umgerechnet fast 338.000 US-Dollar) pro Mitarbeiter erhalten.

Die Einigung wurde nach kurzfristigen, von der Regierung vermittelten Verhandlungen erzielt, da am Donnerstag ein 18-tägiger Streik beginnen sollte. Der Plan sieht die Einrichtung eines Bonusfonds in Höhe von bis zu 12 % des operativen Gewinns der Halbleitersparte vor: 10,5 % werden in Aktien und 1,5 % in bar ausgezahlt.

Die KI-Explosion verändert die Gewinne des Konzerns.

Dieser sprunghafte Anstieg der Vergütung erklärt sich durch Samsungs herausragende Ergebnisse bei Speicherchips und KI-Chips. Die weltweite Nachfrage nach Komponenten für Rechenzentren und KI-Infrastruktur hat die Gewinne des Konzerns gesteigert, insbesondere dank der in KI-Servern eingesetzten Speicherchips mit hoher Bandbreite.

Samsung gab kürzlich bekannt, dass der operative Gewinn seiner Chipsparte im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr um fast das Fünfzigfache gestiegen ist und damit einen Rekordwert erreicht hat. Der Konzern teilte bereits mit, dass er Schwierigkeiten hat, die Nachfrage einiger Kunden nach Komponenten für künstliche Intelligenz zu decken.

Ein Abkommen, das auch interne Spannungen verursacht

Das geplante Bonussystem soll sich über zehn Jahre erstrecken, vorausgesetzt, die Halbleitersparte erzielt bis 2035 weiterhin hohe Gewinne. Diese Vereinbarung stößt jedoch auch bei einigen Aktionären und in anderen Bereichen von Samsung auf Kritik, da die Bonusunterschiede zwischen Mitarbeitern in der Speichersparte und Mitarbeitern in verlustbringenden Abteilungen als enorm angesehen werden.

Aktionärsgruppen haben bereits mit rechtlichen Schritten gegen die Vereinbarung gedroht und argumentiert, dass diese Beträge nicht gemäß den Bestimmungen des südkoreanischen Handelsrechts geprüft wurden. Mehrere Gewerkschaften ihrerseits glauben, dass Samsung vor allem eine industrielle Lähmung verhindern will, da der globale Wettbewerb um KI-Chips ein beispielloses Ausmaß erreicht hat.

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