Olivier Faure wird in Taiwan erwartet, um das Recht auf Selbstbestimmung zu verteidigen.
Olivier Faure wird in Taiwan erwartet, um das Recht auf Selbstbestimmung zu verteidigen.

Der Erste Sekretär der Sozialistischen Partei Taiwans, Olivier Faure, reist vom 23. bis 29. Mai nach Taiwan, um angesichts des Drucks aus China seine Unterstützung für die Autonomie der Insel zu demonstrieren. In einer Erklärung erläuterte die Sozialistische Partei, ihr Vorsitzender werde die Autonomie einer demokratischen und prosperierenden Insel verteidigen, die mit zunehmenden Militärmanövern und Einflussoperationen Pekings konfrontiert sei.

Im Rahmen seiner Reise ist ein Treffen zwischen Olivier Faure und dem taiwanesischen Präsidenten Lai Ching-te am 28. Mai in Taipeh geplant. Der sozialistische Politiker will bekräftigen, dass „das Selbstbestimmungsrecht der Völker nicht selektiv angewendet werden darf“ und bekräftigt sein Engagement, dieselben Prinzipien für das palästinensische, ukrainische und taiwanesische Volk zu wahren.

Eine klare Haltung gegenüber China und LFI

Der Vorsitzende der Sozialistischen Partei wird sich zudem mit mehreren Mitgliedern der taiwanesischen Regierung treffen und lokale Unternehmen besuchen, die auf Innovation, Technologie und Forschung spezialisiert sind. Dieser Besuch findet inmitten verschärfter geopolitischer Spannungen um die Taiwanstraße statt, da Peking die Insel weiterhin als chinesische Provinz betrachtet, die zur Wiedervereinigung mit dem Festland bestimmt ist.

Die Position von Olivier Faure steht im deutlichen Gegensatz zu der von La France Insoumise und Jean-Luc Mélenchon, die die Taiwan-Frage primär als innerchinesischen Konflikt betrachten. In den letzten Wochen bekräftigte der Vorsitzende von La France Insoumise, Frankreich dürfe sich unter keinen Umständen militärisch in einen möglichen Konflikt zwischen Peking und Taipeh einmischen.

Seit 1964 erkennt die französische Diplomatie offiziell nur ein China an und betrachtet die Regierung der Volksrepublik China als die einzig legitime chinesische Regierung. Paris unterstützt dennoch den Erhalt des Status quo zwischen Peking und Taipeh und lehnt jede gewaltsame Veränderung des bestehenden Machtgleichgewichts in der Region ab.

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