Mindestens neun Menschen kamen ums Leben und mehrere weitere wurden verletzt, als in der Nacht in der marokkanischen Stadt Fes ein vierstöckiges Gebäude einstürzte, wie die Staatsanwaltschaft der Stadt mitteilte.
Bis zum Mittag gelang es den Rettungskräften, sechs Personen aus den Trümmern zu bergen, während die Suchaktionen fortgesetzt wurden, um mögliche Überlebende zu finden, die noch unter den Trümmern eingeschlossen waren.
Vorsorglich wurden die Bewohner benachbarter Gebäude in diesem dicht besiedelten Gebiet evakuiert, da die Behörden weitere Einstürze in der Gegend befürchteten.
Ersten Berichten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens zufolge wurde das eingestürzte Gebäude in den 1980er Jahren errichtet. Der Vorfall hat bei den Anwohnern große Besorgnis ausgelöst; einer von ihnen beschrieb eine „Welle der Angst“, die in der Gegend zu spüren sei.
Die Stadt Fès, die im 8. Jahrhundert gegründete alte Hauptstadt und drittgrößte Stadt des Landes, wurde in den letzten Monaten bereits von ähnlichen Tragödien heimgesucht. Im Dezember starben mindestens 22 Menschen beim Einsturz zweier Gebäude.
Die Behörden weisen außerdem darauf hin, dass laut offiziellen Erklärungen aus dem letzten Jahr rund 38.800 Gebäude in ganz Marokko als einsturzgefährdet eingestuft wurden, was das Ausmaß des Problems baufälliger Gebäude im Land verdeutlicht.
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