Die amerikanische Plattform Airbnb, die sich lange auf die private Vermietung von Unterkünften konzentriert hat, will ihre Reichweite nun deutlich ausbauen. Angesichts immer strengerer Regulierungen in mehreren Großstädten führt das Unternehmen zahlreiche neue Services ein, um seine App zu einem umfassenden Reisetool zu entwickeln.
Die Gruppe entwickelt schrittweise ein Angebot, das über traditionelle Unterkünfte hinausgeht. Unabhängige Hotels, Mietwagen, Lebensmittellieferungen und weitere Serviceleistungen rund um den Aufenthalt sollen Airbnb helfen, besser mit etablierten Anbietern im Online-Tourismussektor zu konkurrieren. Ziel ist es, alle Reisephasen auf einer einzigen digitalen Plattform zu zentralisieren.
Eine Strategie zur Verringerung der Abhängigkeit von touristischen Vermietungen
Diese Diversifizierung erfolgt vor dem Hintergrund, dass mehrere europäische Länder ihre Vorschriften für Kurzzeitvermietungen verschärfen. Insbesondere in Frankreich verstärken die Behörden die Maßnahmen zur Begrenzung des Einflusses von Plattformen auf den Wohnungsmarkt und führen neue Registrierungspflichten für zur touristischen Vermietung angebotene Immobilien ein.
Airbnb setzt zudem auf sich wandelnde Reisegewohnheiten, um sein Wachstum weiter voranzutreiben. Die Plattform verzeichnet einen Anstieg im lokalen Tourismus, bei Gruppenreisen und personalisierten Erlebnissen – und das in einem Umfeld geopolitischer Spannungen und steigender Transportkosten. Das Unternehmen möchte sich zu einem Schlüsselakteur im gesamten Tourismusbereich entwickeln und weit mehr bieten als nur die Buchung von Wohnungen.
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