Die Vereinigten Staaten haben die UN-Sonderberichterstatterin für Menschenrechte in den besetzten palästinensischen Gebieten, Francesca Albanese, von ihrer Sanktionsliste gestrichen, wie aus einer auf der Website des US-Finanzministeriums veröffentlichten Mitteilung hervorgeht.
Diese Entscheidung fällt etwa eine Woche, nachdem ein US-Bundesrichter die gegen ihn verhängten Sanktionen vorläufig aufgehoben hatte, da er der Ansicht war, dass die Trump-Regierung wahrscheinlich gegen sein Recht auf freie Meinungsäußerung verstoßen hatte.
Francesca Albanese wurde im Juli 2025 von den Vereinigten Staaten wegen ihrer kritischen Haltung zum Krieg in Gaza und ihrer Forderungen nach internationalen Strafverfolgungen gegen bestimmte israelische und amerikanische Beamte mit Sanktionen belegt.
In ihrer Funktion bei den Vereinten Nationen empfahl sie insbesondere, dass der Internationale Strafgerichtshof Vorwürfe von Kriegsverbrechen untersuchen solle, und veröffentlichte Berichte, in denen bestimmte Unternehmen der Mittäterschaft an israelischen Militäroperationen im Gazastreifen beschuldigt wurden – Anschuldigungen, die von Washington und Israel vehement bestritten werden.
Die US-Sanktionen untersagten ihm ausdrücklich die Einreise in die Vereinigten Staaten und den Zugang zum amerikanischen Bankensystem.
Die Streichung von der Sanktionsliste bedeutet nicht zwangsläufig eine Änderung der politischen Gesamtposition, aber sie beendet unmittelbare administrative Beschränkungen, laufende Gerichtsverfahren oder mögliche neue Entscheidungen der US-Regierung.
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