Drei Organisationen haben am Mittwoch rechtliche Schritte gegen die französischen Behörden eingeleitet, um die unzureichenden Maßnahmen gegen PFAS, ultrapersistente Chemikalien, die auch als „ewige Schadstoffe“ bezeichnet werden, anzuprangern. Die Verbände sind der Ansicht, dass die Behörden nicht ausreichend gegen die Gesundheits- und Umweltrisiken vorgehen, die von diesen Verbindungen ausgehen. Diese Verbindungen werden in der Industrie weit verbreitet eingesetzt und finden sich in Wasser, Boden und sogar in einigen Alltagsprodukten.
Die Kläger werfen dem Staat vor, die Industrieemissionen nicht ausreichend zu kontrollieren, die Kontamination nicht ausreichend zu überwachen und keine ausreichend ambitionierte Strategie zum Schutz der betroffenen Bevölkerung zu verfolgen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien warnen seit Jahren vor den potenziellen gesundheitlichen Folgen von PFAS; es besteht der Verdacht, dass diese Stoffe mit bestimmten Krebsarten, Hormonstörungen und Schädigungen des Immunsystems in Zusammenhang stehen.
Zunehmender rechtlicher Druck im Zusammenhang mit „dauerhaften Schadstoffen“
Diese Klage erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Bedeutung des Themas in Europa. Mehrere Länder haben ihre Vorschriften bereits verschärft, und die Europäische Union arbeitet an Beschränkungen für bestimmte PFAS-Gruppen. In Frankreich werden bereits mehrere Industriestandorte untersucht, und die lokalen Behörden fordern nach dem Auffinden lokaler Kontaminationen eingehendere Analysen.
Die Verbände hoffen nun, den Staat zu strengeren und schnelleren Maßnahmen zu zwingen. Diese neue juristische Offensive verdeutlicht den Anstieg von Umweltklagen gegen öffentliche Behörden, denen von NGOs vorgeworfen wird, die Gesundheitsrisiken bestimmter persistenter Chemikalien nicht ausreichend berücksichtigt zu haben.
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