Ein 18-Jähriger starb nach dem Konsum von Ecstasy, das er über ein gefälschtes Social-Media-Profil erworben hatte. Sein mutmaßlicher Lieferant, ein 19-Jähriger, der am Montag festgenommen wurde, wurde laut Staatsanwalt David Charmatz aus Toulouse am Mittwoch wegen Totschlags sowie wegen Drogenhandels, -transports und -besitzes angeklagt.
Das Opfer, laut einigen Quellen ein 19-jähriger Student, starb am 14. Mai auf einer privaten Feier im Toulouser Stadtteil Côte Pavée. Nachdem er am frühen Morgen Krämpfe erlitten hatte, wurde er ins Universitätsklinikum Rangueil eingeliefert, wo er wenige Stunden später verstarb. Die Ermittler stellten fest, dass der mutmaßliche Dealer die für 2,50 € pro Stück gekauften Tabletten über ein gefälschtes Social-Media-Profil für 10 € pro Stück weiterverkaufte.
Eine zweite Person wurde angeklagt, jedoch wurde die Untersuchungshaft abgelehnt.
Der 21-jährige beste Freund des Opfers wurde ebenfalls festgenommen; er soll die Tabletten an jenem Abend mit dem Verstorbenen geteilt haben. Die Staatsanwaltschaft hatte Untersuchungshaft für den mutmaßlichen Dealer beantragt, doch der Richter ordnete schließlich Bewährung an, da dieser nicht vorbestraft war.
Die Autopsie und die toxikologischen Analysen zur Bestimmung der genauen Zusammensetzung der eingenommenen Substanzen dauern noch an. Der Fall verdeutlicht einen von Experten dokumentierten Trend: das Wiederaufleben von Ecstasy in Partykreisen, das nun über anonyme Vertriebsnetze auf digitalen Plattformen vertrieben wird, was die Rückverfolgbarkeit für die Ermittler praktisch unmöglich macht.
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