Klimawende: Emmanuel Macron ruft angesichts der Vereinnahmung des Umweltschutzes durch „Extremisten“ zu erneuten Anstrengungen auf.
Klimawende: Emmanuel Macron ruft angesichts der Vereinnahmung des Umweltschutzes durch „Extremisten“ zu erneuten Anstrengungen auf.

Treffen als externer ökologischer Planungsrat im Rahmen der REuse Economy Expo in Paris Porte de Versailles, Emmanuel Macron Am Dienstag wurde vor Premierminister Sébastien Lecornu und etwa zehn Regierungsmitgliedern Alarm geschlagen. Das Staatsoberhaupt verurteilte diejenigen, die den Klimawandel zu einem politischen Schlachtfeld gemacht haben, und erklärte, die Ökologie sei nun „ein leichtes Ziel, insbesondere für Extremisten“ und „die Bühne für populistische Aktionen“. Er bekräftigte, dass alle Entscheidungen zum Klimawandel auf wissenschaftlichen Prinzipien beruhen und dass dieses Leitprinzip unerschütterlich bleiben müsse.

Die Zahlen sind dennoch besorgniserregend. Das Tempo der CO2-Emissionsreduktion habe sich 2024 und 2025 verlangsamt, räumte der Präsident ein und führte diesen Rückschlag auf einen Rückfall in alte Gewohnheiten zurück. „Wir brauchen einen Weckruf“, betonte er und warnte, diese Nachlässigkeit verstärke Frankreichs Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und gefährde langjährige Ziele.

Zielvorgabe: 40 % fossile Brennstoffe bis 2030

Um den nationalen Energiekurs wiederzubeleben, bekräftigte Macron das Ziel, den Anteil fossiler Brennstoffe am französischen Energiemix von derzeit 60 % bis 2030 auf unter 40 % zu senken. Er bezifferte diese Anstrengung in konkreten wirtschaftlichen Zahlen: jährliche Einsparungen in der Handelsbilanz zwischen 20 und 40 Milliarden Euro, was ein bis zwei Prozentpunkten des BIP entspricht. „Wir sprechen hier nicht von einer Kleinigkeit, und es ist absolut machbar“, betonte er.

Der vorgestellte Fahrplan skizziert mehrere Prioritäten: die Beschleunigung der Elektrifizierung der Energienutzung, die Entwicklung der Kreislaufwirtschaft und des Recyclings, die Unterstützung der Kommunen bei ihrem eigenen Energiewandel und die Bekämpfung von Fehlinformationen zum Klimawandel. Implizit sendet der Präsident damit eine Botschaft an die politischen Parteien, die die Vernachlässigung des Umweltschutzes zu einem Wahlkampfthema gemacht haben, und stellt ihnen die doppelte Legitimität von Wissenschaft und nationalem Wirtschaftsinteresse entgegen.

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