Ubisoft meldet nach einer umfassenden Umstrukturierung einen Rekordverlust von 1,47 Milliarden Euro.
Ubisoft meldet nach einer umfassenden Umstrukturierung einen Rekordverlust von 1,47 Milliarden Euro.

Der französische Publisher präsentierte am Mittwoch beispiellose Jahresergebnisse: einen Nettoverlust von 1,47 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2025/2026, der durch eine im Januar eingeleitete umfassende Restrukturierung noch verschärft wurde. Mit Ausnahme des Strategiespiels Anno 117: Pax Romana veröffentlichte der Konzern im gesamten Zeitraum keine großen Titel, während die Netto-Vorbestellungen im Vergleich zum Vorjahr um 17,4 % auf 1,52 Milliarden Euro sanken.

Der Anfang des Jahres beschlossene Plan war radikal: Sieben in Entwicklung befindliche Spiele wurden eingestellt, sechs weitere verschoben und die Produktionsstruktur komplett umstrukturiert. Die Hälfte der Studios des Konzerns wurde in fünf Einheiten, sogenannten „Creative Houses“, zusammengeführt, während die andere Hälfte funktionsübergreifende Unterstützung für Projekte leistet. „Diese zweijährige Transformation bringt schwierige Entscheidungen und enttäuschende kurzfristige Finanzergebnisse mit sich“, räumte CEO Yves Guillemot in einer Stellungnahme ein.

Ein Minimalkatalog vor der angekündigten Rückkehr großer Franchises

Das Geschäftsjahr 2026/2027 gestaltet sich ebenfalls schwierig. Der CEO selbst bezeichnet es als „Tiefpunkt unserer Entwicklung“, mit einem eingeschränkten Veröffentlichungsplan und laufenden Restrukturierungskosten. Dennoch setzt der Konzern auf die Veröffentlichung von Assassin's Creed Black Flag Resynced am 9. Juli (ein Remake eines der beliebtesten Teile der Flaggschiff-Saga) sowie auf mehrere noch nicht angekündigte Premium-Titel.

Die Aussicht auf eine starke Erholung wird auf das Geschäftsjahr 2027/2028 verschoben. Bis dahin hofft Ubisoft, wieder einen positiven Cashflow zu erzielen, angetrieben durch die Rückkehr der Hauptmarken Assassin's Creed, Far Cry und Rainbow Six, die nun in einem neuen Tochterunternehmen namens Vantage Studios vereint sind, das sich im Miteigentum des chinesischen Konzerns Tencent befindet.

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