Rouen macht Busse für unter 18-Jährige ab Beginn des Schuljahres kostenlos
Rouen macht Busse für unter 18-Jährige ab Beginn des Schuljahres kostenlos

Dies ist eine wirkungsvolle Maßnahme, die zugleich sozial, ökologisch und pädagogisch wertvoll ist. Ab dem Schuljahr 2025 wird die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Großraum Rouen für unter 18-Jährige völlig kostenlos sein. Die Entscheidung, über die der Stadtrat am 30. Juni abstimmen soll, markiert einen Wendepunkt in der lokalen Mobilitätspolitik – ohne Einführung einer Steuer oder Erhöhung der Fahrpreise. Cyrille Moreau, Vizepräsident für Mobilität, erklärt, dass diese Maßnahme Teil einer zweigleisigen Strategie ist: Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und gleichzeitig gezielte Einführung kostenloser Fahrten. Nach der kostenlosen Fahrt an Samstagen, bei hoher Schadstoffbelastung oder bei Veranstaltungen wie der Armada macht der Großraum Rouen einen weiteren Schritt nach vorn.

Eine Maßnahme, die ohne neue Steuern finanziert wird

Die kostenlose Fahrt für unter 4,3-Jährige wird mit geschätzten Kosten von 18 Millionen Euro pro Jahr durch Einsparungen im neuen Vertrag zur Übertragung öffentlicher Dienste finanziert, ohne dass zusätzliche Steuern anfallen. Es werden keine laufenden Abonnements geändert. Ziel ist es auch, bereits in jungen Jahren nachhaltige Mobilitätsgewohnheiten zu vermitteln. Längerfristig plant die Metropole, im Jahr 2026 einen Solidaritätspreis einzuführen, der sich am Familienquotienten orientiert. Die Ausweitung der kostenlosen Fahrt auf 26-Jährige wird weiterhin geprüft. Das Hindernis ist finanzieller Natur: Die Ausweitung würde Gesamtkosten von 13 Millionen Euro verursachen. Cyrille Moreau weist auf die ungleiche Behandlung der Gebiete hin: Würde Rouen den gleichen Mobilitätszuschlag wie Paris anwenden (2,95 % gegenüber den derzeitigen 2 %), stünden zusätzliche 55 Millionen Euro zur Verfügung, um sowohl die erweiterte kostenlose Fahrt als auch Infrastrukturprojekte zu finanzieren. Vorerst werden junge Menschen bevorzugt.