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Eine deutsche Transgender-Neonazi wurde trotz Änderung ihres rechtlichen Geschlechts in ein Männergefängnis verlegt.

Eine deutsche Transgender-Neonazi wurde trotz Änderung ihres rechtlichen Geschlechts in ein Männergefängnis verlegt.
Eine deutsche Transgender-Neonazi wurde trotz Änderung ihres rechtlichen Geschlechts in ein Männergefängnis verlegt.

Marla-Svenja Liebich, eine rechtsextreme Aktivistin, die wegen Volksverhetzung verurteilt wurde, wurde am Donnerstag in ein Männergefängnis in Sachsen verlegt, obwohl sie seit 2025 offiziell als Frau registriert ist.

Die Leitung des Frauengefängnisses Chemnitz verweigerte am Mittwoch nach der Auslieferung von Marla-Svenja Liebich aus Tschechien die Aufnahme. Die Gefangene, die früher unter dem Namen Sven Liebich bekannt war, wurde noch am selben Tag in das Männergefängnis Zeithain im Landkreis Meißen (Sachsen) verlegt.

Die Entscheidung fiel nach einem Gespräch mit Liebich und einer medizinischen Untersuchung, wie die Behörden mitteilten. Das sächsische Justizministerium bestätigte die Verlegung gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und erklärte, sie diene dem „Schutz der inhaftierten Frauen im Chemnitzer Justizvollzug“.

In einer Stellungnahme erklärte ein Beamter, dass „Tricks, Täuschungen und Manöver in einem Rechtsstaat niemals Erfolg haben“ und lobte die Reaktionsfähigkeit der Institution, die sich „weigerte, an einer inszenierten Veranstaltung teilzunehmen“.

Liebich hatte 2025 gemäß dem deutschen Gesetz zur Geschlechtsbestimmung ihr Geschlecht von männlich zu weiblich geändert und die Namen Marla-Svenja angenommen. Ihre Kritiker bezeichneten diese Änderung als Provokation und Rechtsmissbrauch.

Die 55-jährige Liebich wurde im Juli 2023 wegen Volksverhetzung, Verleumdung und Beleidigung zu 18 Monaten Haft verurteilt. Die Haftstrafe sollte im August 2025 antreten, doch Liebich tauchte an diesem Tag unter, ohne sich in der vorgesehenen Frauenstrafanstalt zu melden. Tschechische Behörden nahmen sie im vergangenen April fest.

Liebich, seit Jahrzehnten eine bekannte Figur der rechtsextremen Szene in Ostdeutschland, organisiert seit 2014 regelmäßig rechtsextreme Demonstrationen, insbesondere auf dem Marktplatz von Halle, was zu zahlreichen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten und mehreren Gerichtsverfahren führte. Über die mögliche Annullierung der Geschlechtsänderung im Namen des Ehepartners hat ein Gericht noch nicht entschieden.

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