Der Verband zum Schutz wildlebender Tiere (Aspas) hat scharf auf den Verordnungsentwurf der Präfektur Doubs reagiert, der die Tötung von 330 Gämsen während der kommenden Jagdsaison von September 2026 bis Januar 2027 vorsieht. In einer am 11. Juli veröffentlichten Pressemitteilung erklärt die regionale Delegation des Verbandes, dass diese Maßnahme einen Angriff auf die Biodiversität darstellt und fordert ihre Rücknahme.
Der Verband weist darauf hin, dass der Präfekt gemäß dem Umweltgesetz die Befugnis hat, Abschussquoten für Gämsen festzulegen. Er ist jedoch der Ansicht, dass das Projekt weder dem öffentlichen Interesse noch den Erfordernissen des Wildtierschutzes dient. ASPAS bestreitet zudem die Argumente bezüglich Schäden an Land- und Forstwirtschaft, die seiner Ansicht nach nicht ausreichen, um ein so hohes Abschussniveau zu rechtfertigen.
Der Verband fordert ein Ende der Freizeitjagd.
Abgesehen von der Gämsenproblematik fordert die ASPAS (Vereinigung zum Schutz wildlebender Tiere) ein Verbot der Freizeitjagd im Departement. Konkret verlangt sie die Aussetzung der für September 2026 bis Januar 2027 geplanten Gämsenjagd sowie die Beendigung der Sommerrehjagd. Die Vereinigung weist darauf hin, dass in diesem Sommer 1.050 Rehe erlegt werden dürfen, von insgesamt 4.600, die bis Ende Januar 2027 genehmigt sind.
Da diese Praktiken während einer Hitzewelle und der Brutzeit zahlreicher Tierarten stattfinden, fordert die ASPAS (Vereinigung zum Schutz wildlebender Tiere) die Behörden auf, dem Erhalt der Artenvielfalt höchste Priorität einzuräumen. Sie appelliert an den Präfekten von Doubs, diese Abschüsse einzustellen und dem Naturschutz Priorität einzuräumen, da Naturgebiete als Rückzugsgebiete für Wildtiere erhalten bleiben müssen.
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