Die Regierung beabsichtigt, ihre Strategie der Haushaltskontrolle auch 2027 fortzusetzen. In einem dem Parlament vorgelegten Dokument kündigt sie an, den Anstieg der Ministerausgaben – ausgenommen Schuldendienst und Militärausgaben – auf 0,4 % zu begrenzen. Laut Regierung entspricht dieses Ziel einem Wachstum, das viermal niedriger ist als die erwartete Inflationsrate.
Die Staatsausgaben sind für 2027 auf 708,4 Milliarden Euro festgelegt. Die Ausgaben für die Sozialversicherung werden hingegen weiterhin stärker als die Inflation steigen und 838,3 Milliarden Euro erreichen. Die Regierung fordert außerdem, dass die Kommunen ihre Ausgabensteigerungen an die Inflationsrate anpassen.
Ökologie und Solidarität gehören zu den Prioritäten
Der Haushaltsplan sieht eine Erhöhung der Ministerienmittel um insgesamt 1,5 Milliarden Euro vor, ausgenommen ist der Verteidigungshaushalt, der von einer zusätzlichen Erhöhung um 6,4 Milliarden Euro profitiert. Die größten Erhöhungen betreffen die Bereiche Umwelt (1,5 Milliarden Euro), Solidarität (1,1 Milliarden Euro), Schulbildung (0,8 Milliarden Euro), Forschung und Hochschulbildung (0,6 Milliarden Euro), Sicherheit (0,6 Milliarden Euro) und Justiz (0,4 Milliarden Euro).
Umgekehrt werden die Mittel für mehrere Missionen gekürzt. Das Budget für Arbeit, Beschäftigung und die Verwaltung der Sozialministerien soll um 2,8 Milliarden Euro sinken. Weitere geplante Kürzungen betreffen den Plan „Frankreich 2030“ (-0,4 Milliarden Euro), die Sozialversicherung und Rentensysteme (-0,4 Milliarden Euro), die öffentliche Entwicklungshilfe (-0,3 Milliarden Euro), die Beziehungen zu den Kommunen (-0,2 Milliarden Euro) sowie die Missionen Landwirtschaft und Gesundheit (jeweils -0,1 Milliarden Euro).
Die Regierung ist überzeugt, dass diese Haushaltsmaßnahme es dem Staat ermöglichen wird, mehr zur Sanierung der öffentlichen Finanzen beizutragen und gleichzeitig die festgelegten Prioritäten zu wahren. Bereits im Juni hatte Premierminister Sébastien Lecornu die Regierungsmitglieder aufgefordert, ihre Haushaltsanträge zu reduzieren, um den für den Haushaltsentwurf 2027 festgelegten Kurs einzuhalten.
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