Die Europäische Kommission hat beschlossen, die französische Wettbewerbsbehörde mit der Prüfung der geplanten Übernahme von SFR durch Orange, Bouygues Telecom und Iliad, die Muttergesellschaft von Free, zu beauftragen. Die europäische Institution ist der Ansicht, dass die nationale Behörde am besten geeignet ist, die Auswirkungen dieser Transaktion auf den französischen Telekommunikationsmarkt zu beurteilen.
Die drei Betreiber hatten im Juni eine Absichtserklärung zur Übernahme des Konkurrenten unterzeichnet. Die Verteilung der Vermögenswerte von SFR auf die verschiedenen Käufer muss nun eingehend geprüft werden, insbesondere um festzustellen, ob die Transaktion den Wettbewerb beeinträchtigt oder zu Preiserhöhungen für die Verbraucher führt.
Ein Markt, der von vier auf drei große Betreiber schrumpfen könnte
Das Projekt könnte die französische Telekommunikationslandschaft, die derzeit von vier großen Anbietern – Orange, SFR, Bouygues Telecom und Free – dominiert wird, grundlegend verändern. Das Verschwinden von SFR als unabhängiger Betreiber würde den Markt auf drei Hauptkonkurrenten reduzieren, was sich voraussichtlich auf Mobilfunkverträge, Internetzugang und Netzinvestitionen auswirken wird.
Die Wettbewerbsbehörde muss die von den Unternehmen angebotenen Garantien prüfen und kann die Transaktion genehmigen, untersagen oder Auflagen wie die Veräußerung bestimmter Vermögenswerte erteilen. Ein konkreter Zeitplan für die endgültige Entscheidung, die über den Fortgang der Übernahme entscheidet, wurde noch nicht bekannt gegeben.
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