Der Rassemblement National plant nicht, das Gesetz zur Sterbehilfe aufzuheben, sollte er an die Macht kommen, trotz des Widerstands einer Mehrheit seiner Abgeordneten bei der Schlussabstimmung. Parteisprecher Laurent Jacobelli erklärte gegenüber franceinfo, der Rassemblement National wolle nicht „alle Gesetze neu verhandeln“, betonte aber, man werde den Bedingungen für die Umsetzung dieser Reform besondere Aufmerksamkeit widmen.
Der Abgeordnete für Moselle erklärte, seine Partei befürchte möglichen Missbrauch bei der Umsetzung des Gesetzes. Seiner Ansicht nach sei es notwendig sicherzustellen, dass die besonders schutzbedürftigen Menschen keinem Druck ausgesetzt würden, der sie dazu veranlassen könnte, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen, um ihren Angehörigen oder der Gesellschaft nicht zur Last zu fallen.
Die Nationale Rassemblement-Bewegung bestreitet weiterhin den Text.
Laurent Jacobelli wies darauf hin, dass die Abgeordneten des Rassemblement National mit überwältigender Mehrheit gegen den Gesetzentwurf gestimmt hatten, der am Mittwoch vom Parlament verabschiedet wurde. Dieses Gesetz räumt bestimmten Patienten mit schweren und unheilbaren Krankheiten unter streng definierten Bedingungen ein Recht auf Sterbehilfe ein.
Der Sprecher der Nationalen Rassemblement Party (RN) argumentierte, ein Referendum wäre die beste Lösung gewesen, um über eine Frage zu entscheiden, die seiner Ansicht nach das Potenzial für tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen birgt. Laut ihm verändert diese Reform unsere Sichtweise auf Leben, Tod und die Pflege Kranker.
Angesichts zahlreicher Einwände gegen den Text, insbesondere innerhalb des rechten Flügels des Parlaments, kündigte Premierminister Sébastien Lecornu an, dass der Verfassungsrat konsultiert werde, um die Übereinstimmung des Textes mit der Verfassung vor seinem Inkrafttreten zu überprüfen.
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