Die französische Weizenproduktion wird laut ersten Schätzungen von Agreste, dem statistischen Dienst des Landwirtschaftsministeriums, im Jahr 2026 voraussichtlich 32 Millionen Tonnen erreichen, ein Rückgang von 4 % gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang erfolgt trotz einer Ausweitung der Anbaufläche um 3 %. Hitzewellen am Ende der Vegetationsperiode reduzierten die Erträge und trafen damit Europas führenden Getreideproduzenten.
Die Ernte fiel dieses Jahr besonders früh aus. Laut Benoît Piétrement, Präsident von Intercéréales, fanden die Ernten unter außergewöhnlichen Wetterbedingungen statt: sehr hohe Temperaturen und in mehreren Départements galten aufgrund der Waldbrandgefahr Einschränkungen. Die Landwirte mussten teilweise ihre Arbeitszeiten anpassen, um diese Risiken zu minimieren.
Trotz guter Getreidequalität sind die Erträge gesunken.
Der vorläufige Durchschnittsertrag wird auf 69,3 Doppelzentner pro Hektar geschätzt, verglichen mit 74,2 Doppelzentnern im Jahr 2025. Obwohl die Qualität des Getreides als zufriedenstellend angesehen wird, bleibt die Leistung in den verschiedenen Regionen sehr unterschiedlich, da frühe Hitzewellen die Reifung der Pflanzen beschleunigt und ihr Produktionspotenzial verringert haben.
Die Gerstenproduktion ist ebenfalls rückläufig. Sie wird auf 11 Millionen Tonnen geschätzt, ein Rückgang von 6 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders die Sommergerste war von der Hitzewelle betroffen, mit einem Ertragsrückgang von 36 %, was die Auswirkungen der extremen Wetterbedingungen auf Frankreichs wichtigste Getreidearten bestätigt.
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