Die Taktfrequenz der RER-Linie D wird mindestens bis Ende 2026 um etwa 5 % reduziert. SNCF Voyageurs plant, auf beiden Streckenabschnitten, die Paris mit Creil im Norden sowie Melun und Malesherbes im Südosten verbinden, täglich fast 25 Züge ausfallen zu lassen. Im Normalbetrieb verkehren täglich rund 560 Züge.
Die SNCF bekräftigt ihr Engagement, den vollen Fahrplan während der Hauptverkehrszeiten aufrechtzuerhalten und übermäßig lange Unterbrechungen außerhalb der Hauptverkehrszeiten zu vermeiden. Diese Umstrukturierung zielt darauf ab, die Auswirkungen auf Pendler so gering wie möglich zu halten, allerdings müssen Fahrgäste zu bestimmten Tageszeiten mit längeren Wartezeiten rechnen. Bitte konsultieren Sie vor jeder Fahrt den neuen Fahrplan.
Mangelnde Kapazitäten zur Instandhaltung der Züge
Diese Reduzierung steht im Zusammenhang mit den Renovierungsarbeiten im Instandhaltungswerk Villeneuve-Saint-Georges im Département Val-de-Marne. Die derzeitigen Instandhaltungskapazitäten reichen nicht aus, um den gesamten Fahrzeugbestand betriebsbereit zu halten. Laut Transilien ist die vorübergehende Reduzierung der Zuganzahl die einzige nachhaltige Lösung, um die Flotte bis zur Eröffnung eines neuen Betriebswerks, die für das erste Halbjahr 2027 geplant ist, zu erhalten.
Die an die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden gerichtete Ankündigung löste im Regionalrat der Île-de-France, der Fraktion der Kommunisten, Grünen und Bürger, Empörung aus. Die gewählten Vertreter der Fraktion bezeichneten die Entscheidung nach einem ohnehin schon schwierigen Sommer auf der RER-Linie D als „überraschend“ und „inakzeptabel“. Diese weitere Reduzierung des Angebots birgt die Gefahr, die Unzufriedenheit auf einer der meistbefahrenen und gleichzeitig am stärksten gefährdeten Strecken im Netz der Île-de-France zu verschärfen.
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