Die Staatsanwaltschaft Saint-Brieuc hat Ermittlungen eingeleitet, nachdem die Tierschutzorganisation L214 Anzeige wegen „Misshandlung“ und „Aussetzung von Tieren“ erstattet hatte. Die Organisation gibt an, auf zwei Bauernhöfen in Côtes-d'Armor, die der Genossenschaft SCEA du Tertre Es Lys gehören und mit der Eureden-Kooperative verbunden sind, mehr als 300 Schweinekadaver entdeckt zu haben.
Aufnahmen vom 3. und 4. August aus Saint-Carreuc und Hénon zeigen angeblich mehrere Räume mit toten Tieren. Laut L214 befinden sich einige der Kadaver in einem sehr fortgeschrittenen Verwesungszustand, was darauf hindeutet, dass die Todesfälle mehrere Wochen oder sogar Monate zurückliegen könnten. Auf einem der Höfe sollen sich noch lebende Schweine befinden.
Auf beiden Höfen wurden Kontrollen durchgeführt.
Die Ermittlungen wurden der Moncontour-Brigade in Zusammenarbeit mit der Direktion für Bevölkerungsschutz übertragen. Ermittler begaben sich am Montag zum Tatort, um die Lage zu beurteilen und mögliche Verantwortlichkeiten zu klären. Die Präfektur teilte mit, dass Analysen und Überprüfungen im Gange seien.
L214 fordert die sofortige Schließung des Bauernhofs und die sichere Unterbringung aller verbliebenen Tiere. Die Organisation bezeichnet diesen Fall als einen der schwerwiegendsten Fälle von Tieraussetzung, die sie seit ihrer Gründung dokumentiert hat. Die Eureden-Genossenschaft, die um eine Stellungnahme gebeten wurde, lehnte eine sofortige Stellungnahme ab.
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