Ein Einsatz auf See vor der Küste von Tacoma, Washington, nahm eine unerwartete Wendung. Die Polizei wurde auf ein treibendes Boot ohne erkennbare menschliche Besatzung aufmerksam gemacht und entdeckte an Bord etwa 30 Katzen und Kätzchen, die ihrem Schicksal überlassen waren. Einige Tiere waren abgemagert und verängstigt. Sie wurden schließlich vom Boot gerettet und einer spezialisierten Organisation übergeben. Der Besitzer des Bootes war zunächst nicht zu erreichen. Die Umstände, unter denen die Tiere allein an Bord waren, sind weiterhin unklar.
Vor Owen Beach wurde ein treibendes Boot gemeldet.
Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagmorgen, dem 6. August, als mehrere Zeugen ein offenbar verlassenes Boot vor Owen Beach bei Tacoma treiben sahen. Eine Wasserschutzpolizei wurde zur Untersuchung entsandt. An Bord befanden sich keine Personen. Beim Betreten des Bootes bot sich den Beamten jedoch ein ungewöhnlicher Anblick: Etwa 30 Katzen und Kätzchen streiften frei im Boot und an Deck umher. John Correa, Pressesprecher der Polizei von Tacoma, beschrieb die Situation als besonders überraschend: „Am besten lässt es sich mit einem Studio-Ghibli-Film vergleichen.“ Er fügte hinzu: „Es war ihr Boot, und sie gingen ihren gewohnten Beschäftigungen nach und liefen frei an Bord herum.“
dünne und verängstigte Katzen
Abgesehen von der ungewöhnlichen Entdeckung selbst, beunruhigte der Zustand mehrerer Tiere die Polizei sofort. Die Katzen lebten unter als gefährlich eingestuften Bedingungen. Einige schienen unterernährt und besonders ängstlich zu sein. Die Behörden beschlossen daher, ihre Evakuierung zu organisieren. Die Aktion konnte jedoch nicht sofort durchgeführt werden. Da das Boot noch in Privatbesitz war, benötigten die Tierschutzbehörden eine gerichtliche Genehmigung, bevor sie an Bord uneingeschränkt eingreifen konnten.
Es wurde ein Durchsuchungsbefehl zur Evakuierung aller Tiere erwirkt.
Nachdem ein Durchsuchungsbefehl erwirkt worden war, kehrten Einsatzkräfte am Freitagmorgen zum Boot zurück, um alle Katzen zu bergen. An der Aktion waren mehrere Behörden beteiligt, darunter die Wasserschutzpolizei, Tierschutzteams und Spurensicherungstechniker. Die Polizei von Tacoma lobte die Aktion: „Dank hervorragender Teamarbeit konnten alle Katzen und Kätzchen sicher vom Boot gerettet werden.“ Die geretteten Tiere wurden anschließend in ein Tierheim gebracht, um untersucht und versorgt zu werden.
Der Bootsbesitzer war nicht erreichbar.
Die Ermittler konnten Informationen zum rechtmäßigen Eigentümer des Schiffes erhalten. Dieser war jedoch zum Zeitpunkt des Einsatzes nicht erreichbar. Die Behörden versuchen nun zu klären, warum sich etwa 30 Katzen und Kätzchen allein auf dem Boot befanden und unter welchen Umständen das Schiff manövrierunfähig wurde. Bislang wurden keine Festnahmen bekannt gegeben. Die Ermittlungen zur Rekonstruktion der Ereignisse, die zu diesem ungewöhnlichen Fund vor der Küste von Tacoma führten, dauern an.