Laut dem Verband Charge France gingen seit Jahresbeginn über 400 Beschwerden von Betreibern von Ladestationen wegen Kabeldiebstahls oder -beschädigung ein. Dieses in mehreren Regionen beobachtete Phänomen wird hauptsächlich durch den Weiterverkauf des in den Geräten enthaltenen Kupfers verursacht.
Schnellladestationen sind besonders gefährdet, da ihre dickeren Kabel mehr Kupfer enthalten und sie oft in abgelegenen Gebieten installiert sind. Das gewonnene Metall würde Dieben lediglich 40 bis 50 Euro pro Kabel einbringen, während die finanziellen Folgen für die Betreiber deutlich höher sind.
Die Reparaturkosten können bis zu 3.000 Euro betragen.
Die Reparatur einer beschädigten Ladestation kostet zwischen 1.500 und 3.000 Euro, da die Geräte ausgetauscht und ein Techniker hinzugezogen werden müssen. Der Betreiber Atlante, der 1.800 Stationen in Frankreich betreibt, schätzt die durch diese Diebstähle verursachten Verluste mittlerweile auf mehrere Millionen Euro.
Im Pays de la Loire und in Albi wurden mehrere Verdächtige festgenommen. Gleichzeitig verstärken die Betreiber ihre Sicherheitsvorkehrungen mit Kameras, robusteren Ummantelungen und Systemen zur Ortung gestohlener Fahrzeuge. Für die Entwicklung der Elektromobilität steht viel auf dem Spiel, denn Frankreich zählte im Juli 200.045 Ladepunkte – ein Anstieg von 15 % im Vergleich zum Vorjahr.
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