Frankreichs Atomkraftwerke verzeichneten am Sonntag aufgrund von Dürre und hohen Temperaturen einen beispiellosen Ausfall. Berechnungen auf Basis von Daten des Energiekonzerns EDF seit 2015 ergaben, dass am Nachmittag 15,6 % der installierten Kernkraftwerkskapazität nicht zur Verfügung standen.
Kernkraftwerke benötigen große Mengen Wasser zur Kühlung. Steigen die Flusstemperaturen oder sinkt die Durchflussmenge, muss EDF die Leistung einiger Reaktoren reduzieren, um die Umweltgrenzwerte für die Einleitung von heißem Wasser in die Umwelt einzuhalten.
Zwölf Reaktoren im Juli betroffen
Der Sommer 2026 verzeichnete zudem einen Rekord an Reaktoren, die gleichzeitig von diesen Einschränkungen betroffen waren. In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli mussten neun Blöcke ihre Leistung reduzieren, während drei weitere vollständig abgeschaltet wurden.
Die Reaktoren Chooz 2, Golfech 2 und Bugey 3 gehörten zu den stillgelegten Anlagen. EDF begründet diese Einschränkungen mit der Nichtverfügbarkeit aufgrund von Umweltauflagen oder externen Umweltfaktoren im Kontext wiederholter Hitzewellen und Dürreperioden.
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