Ein Mitarbeiter der Hospices Civils de Lyon (HCL) wurde am 13. Mai bei einem Vorfall in den Krankenhäusern Bron East durch eine radioaktive Substanz kontaminiert, wie die nukleare Sicherheits- und Strahlenschutzbehörde (ASNR) mitteilte. Der Vorfall ereignete sich, als eine mit Blei ausgekleidete Flasche mit Lutetium-177, einem in der Krebstherapie verwendeten radioaktiven Isotop, versehentlich zerbrach. Ein Tropfen des Produkts traf einen Mitarbeiter und führte zur Kontamination.
Das Krankenhaus aktivierte umgehend seine Strahlenschutzmaßnahmen. Der Mitarbeiter wurde sofort medizinisch versorgt und dekontaminiert, die betroffenen Bereiche wurden gesichert und gereinigt. Laut ASNR (Französische Strahlenschutzbehörde) führte die Strahlenexposition zu einer vorübergehenden Überschreitung des jährlichen Grenzwerts für beruflich strahlenexponierte Personen.
Ein Vorfall, der auf der INES-Skala der Stufe 2 zugeordnet ist.
Nach ihrer Analyse stufte die französische Atomaufsichtsbehörde (ASNR) den Vorfall auf der internationalen INES-Skala mit sieben Stufen auf Stufe 2 ein. Diese im medizinischen Bereich ungewöhnliche Einstufung deutet auf ein erhebliches Versagen der Strahlenschutzmaßnahmen hin, stellt aber keinen schweren Unfall dar. Die ASNR gibt an, keine Aussage zu möglichen gesundheitlichen Folgen für den betroffenen Mitarbeiter zu treffen.
Die Hospices Civils de Lyon haben eine umfassende Analyse der Umstände des Vorfalls eingeleitet und mehrere Korrekturmaßnahmen ergriffen, um ein erneutes Auftreten einer ähnlichen Situation zu verhindern. Die französische Strahlenschutzbehörde ASNR kündigte an, dass in Kürze eine Inspektion durchgeführt wird, um die Wirksamkeit dieser Maßnahmen zu überprüfen. In ihrem jüngsten Jahresbericht stellte die Behörde fest, dass der Strahlenschutz im medizinischen Bereich im Allgemeinen weiterhin zufriedenstellend sei, wies aber gleichzeitig auf die anhaltenden Schwächen hinsichtlich der Einhaltung von Verfahren und der Sicherheitskultur in einigen Einrichtungen hin.
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