Eine extrem starke synthetische Droge gewinnt unter französischen Teenagern an Beliebtheit.
Eine extrem starke synthetische Droge gewinnt unter französischen Teenagern an Beliebtheit.

Die französischen Gesundheitsbehörden warnen eindringlich vor dem zunehmenden Konsum synthetischer Cannabinoide, die unter verschiedenen Namen wie „PTC“ („Pète ton crâne“, wörtlich „Lass dich umhauen“) vermarktet werden. Diese farb- und geruchlosen Produkte werden üblicherweise mit E-Zigaretten konsumiert und sind besonders schwer nachzuweisen. Ihre Wirkung kann weitaus stärker sein als die von herkömmlichem Cannabis, und ihre Effekte sind aufgrund der variablen Zusammensetzung der Mischungen oft unvorhersehbar.

Seit 2025 wurden in Frankreich fast 500 Vergiftungsfälle registriert, darunter zwei Todesfälle. Mehr als sieben von zehn Opfern sind zwischen 13 und 18 Jahre alt. Rettungsdienste berichten von teils schweren Symptomen wie Halluzinationen, Krampfanfällen, Herzproblemen, Atemnot und Bewusstlosigkeit. Die Substanzen, die seit 2017 als Betäubungsmittel eingestuft sind, kursieren weiterhin weit verbreitet in den sozialen Medien.

Konsumniveaus, die den Behörden Sorgen bereiten

Laut einer Umfrage des französischen Zentrums zur Beobachtung von Drogen und Drogensucht (OFDT) unter mehr als 11.000 Sekundarschülern gaben 3,4 % an, bereits synthetische Cannabinoide konsumiert zu haben. Experten betonen, dass sich die chemische Zusammensetzung von Charge zu Charge regelmäßig ändert, wodurch jeder Konsum potenziell gefährlich ist – selbst für Dealer, die die genaue Konzentration der von ihnen verkauften Substanzen mitunter nicht kennen.

Als Reaktion auf diesen Anstieg wurden in den letzten Monaten mehrere Vertriebsnetze von den Strafverfolgungsbehörden zerschlagen. Die Gesundheitsbehörden appellieren an Eltern, Schulen und medizinisches Fachpersonal, besonders wachsam zu sein und weisen darauf hin, dass diese Produkte, die mitunter schon für zehn Euro verkauft werden, bereits beim ersten Gebrauch schwere Vergiftungen verursachen können.

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