Hitzewelle: Die Übersterblichkeit in der Île-de-France hat sich laut Public Health France mehr als verdoppelt.
Hitzewelle: Die Übersterblichkeit in der Île-de-France hat sich laut Public Health France mehr als verdoppelt.

Die außergewöhnliche Hitzewelle Ende Juni führte in der Region Île-de-France zu einer sehr hohen Übersterblichkeitsrate. In einem am Freitag veröffentlichten aktualisierten Bericht schätzt die französische Gesundheitsbehörde (San Francisco Public Health), dass zwischen dem 22. und 28. Juni fast 3.000 Todesfälle zu verzeichnen waren – 1.565 mehr als erwartet. Dies entspricht einem Anstieg von 122 Prozent und macht diese Hitzewelle zu einer der tödlichsten, die die Region je erlebt hat.

Die älteren Menschen waren die Hauptopfer.

Laut Gesundheitsbehörde betreffen 82,4 % der Todesfälle Menschen über 65 Jahre. Diese neuen Schätzungen, die auf elektronischen und papierbasierten Sterbeurkunden beruhen, sind umfassender als die Anfang Juli veröffentlichten ersten Zahlen und könnten nach der Konsolidierung der Daten noch nach oben korrigiert werden.

Die französische Gesundheitsbehörde Public Health betont zudem, dass die gesundheitlichen Folgen der Hitzewelle über deren Ende hinausreichten. In der darauffolgenden Woche wurden trotz eines vorübergehenden Temperaturrückgangs in der Region Île-de-France immer noch über 200 zusätzliche Todesfälle verzeichnet. Die Behörde weist darauf hin, dass die Auswirkungen von Hitze erst mehrere Tage nach der Exposition auftreten können, insbesondere bei besonders gefährdeten Personen.

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