EDF: Gewerkschaften rufen zum Streik gegen die geplanten Änderungen des Vorzugstarifs für EDF-Mitarbeiter auf
EDF: Gewerkschaften rufen zum Streik gegen die geplanten Änderungen des Vorzugstarifs für EDF-Mitarbeiter auf

Die wichtigsten Gewerkschaften des Energiesektors haben für den 15. September zu einem landesweiten Streiktag aufgerufen, um gegen die geplante Reform des „Mitarbeitertarifs“ zu protestieren. Dieser Tarif ermöglicht es Angestellten und Rentnern von Strom- und Gasunternehmen, vergünstigte Preise für Strom und Gas zu erhalten. Die Mobilisierung erfolgt nach der Veröffentlichung eines Berichts des Rechnungshofs, der das System als „überhöhte Kosten“ für EDF einstuft und dessen Reform fordert.

Laut Finanzaufsichtsbehörde belief sich dieser Sachverhalt im Jahr 2024 auf über 700 Millionen Euro für den EDF-Konzern. Zudem wird betont, dass die Fortführung dieser Leistung nach dem Renteneintritt soziale Verpflichtungen in Höhe von schätzungsweise 3,9 Milliarden Euro nach sich zieht. Die Regierung erwägt nun eine Überarbeitung der Bedingungen dieser Leistung, um den Empfehlungen des Rechnungshofs nachzukommen. Diese Änderung soll durch einen zukünftigen Ministerialerlass formalisiert werden.

Die Gewerkschaften verurteilen eine Infragestellung des Status von Elektrikern.

Die vier repräsentativen Gewerkschaften der Branche (CGT, CFE-CGC, CFDT und FO) verurteilen einen Angriff auf einen langjährigen Vorteil der Strom- und Gasarbeiter. Sie argumentieren, dass dieser Vorteil die mitunter niedrigeren Löhne im Vergleich zu anderen Branchen ausgleicht und weisen darauf hin, dass er sowohl für die Beschäftigten von EDF als auch von Enedis, GRDF, Engie und den lokalen Vertriebsunternehmen gilt.

Der Rechnungshof empfiehlt, diese Vergünstigung schrittweise zu reduzieren, insbesondere durch eine Begrenzung der für den Vorzugstarif berechtigten Energiemengen und eine Überprüfung der steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Behandlung. Er schätzt, dass die Begünstigten derzeit weniger als 2 % der durchschnittlichen Verbrauchertarife zahlen – eine Einschätzung, die von den Gewerkschaften angezweifelt wird. Die Regierung ihrerseits bekräftigt, diese Reform im Rahmen des sozialen Dialogs durchführen zu wollen, während die EDF-Geschäftsführung erneut betont, dass der Arbeitnehmertarif ein wichtiger Bestandteil des Sozialvertrags sei, an dem die Beschäftigten nach wie vor besonders hängen.

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