Venedig: Zusammenstöße bei einem Protest gegen die Yacht des US-Botschafters
Venedig: Zusammenstöße bei einem Protest gegen die Yacht des US-Botschafters

Am Freitag kam es in Venedig zu Spannungen bei einem Protest gegen die „Boardwalk“, die Megayacht des US-Botschafters in Italien, Tilman Fertitta. Mehrere Hundert Menschen versammelten sich in der Lagunenstadt, um gegen die amerikanische Nahostpolitik und die Ankunft des Schiffes zu protestieren. Trotz starker Sicherheitsvorkehrungen versuchten sie, sich der Yacht zu nähern. Es kam zu kurzen Auseinandersetzungen zwischen einigen Demonstranten und der Polizei, die die Yacht umstellt hatte.

Das 117 Meter lange Kreuzfahrtschiff „Boardwalk“, unter der Flagge der Kaimaninseln, erreichte Venedig, nachdem es im Rahmen der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit mehrere italienische Häfen angelaufen hatte. Das Schiff wurde zu Sicherheitszwecken von italienischen Polizeibooten und Jetskis eskortiert.

Ein Besuch, der von der italienischen Opposition kritisiert wurde

Die Anwesenheit der Yacht hat auch politische Kritik hervorgerufen. Mehrere Oppositionsabgeordnete prangerten die Kosten der umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen für diese diplomatische Reise an und argumentierten, dass diese Ausgaben von den italienischen Steuerzahlern getragen würden. Sie beanstanden insbesondere den Einsatz zahlreicher Polizei- und Küstenwacheneinheiten in jedem der Anlaufhäfen des Schiffes.

Der Protest wurde von einem lokalen Verein organisiert, der die aus seiner Sicht zur Schau gestellte Macht und den Luxus anprangerte, die mit den Nöten der venezianischen Bevölkerung unvereinbar seien. Die Organisatoren verglichen den Besuch mit der Hochzeit von Amazon-Gründer Jeff Bezos, die letztes Jahr in der Stadt stattfand, und argumentierten, dass dies ein weiteres Beispiel für die Spannungen zwischen Luxustourismus und den Sorgen der Einwohner sei, die mit steigenden Lebenshaltungs- und Wohnkosten zu kämpfen haben.

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