Die regionale Gesundheitsbehörde Centre-Val de Loire hat nach dem Fall von Nino-Anne Dupieux, einer 85-jährigen Frau, die sechs Tage und fünf Nächte auf einer Trage in der Notaufnahme verbrachte, eine gründliche Überprüfung des Universitätsklinikums Orléans gefordert. Die regionale Gesundheitsbehörde räumt ein, dass es sich um einen Ausnahmefall handelte, der nicht den üblichen Abläufen bei der Patientenaufnahme entsprach.
Nach einer Hirnblutung im Juli wurde die ehemalige stellvertretende Bürgermeisterin von Orléans ins Krankenhaus eingeliefert und beschreibt ihre Zeit dort als „Hölle“. Da sie keinen Platz auf einer geeigneten Station bekam, unterzeichnete sie schließlich gegen ärztlichen Rat ein Entlassungsformular, um das Krankenhaus zu verlassen und nach Hause zurückzukehren.
42 zusätzliche Betten angekündigt
Die von der regionalen Gesundheitsbehörde (ARS) in Auftrag gegebene Untersuchung soll klären, warum keine schnellere Lösung für die stationäre Aufnahme von Patienten gefunden werden konnte. Die Behörde möchte insbesondere die Organisation der Notaufnahme und die Möglichkeiten zur Verlegung von Patienten in andere Abteilungen oder Einrichtungen untersuchen.
Die Leitung des Universitätsklinikums räumt die erhebliche Belastung der Krankenhauskapazitäten nach den Notaufnahmen ein. Sie hat die Wiedereröffnung von 42 Betten zwischen September und November 2026 angekündigt, was einer Steigerung von 6,1 % gegenüber der Kapazität von 2025 entspricht. Zur Umsetzung dieser Maßnahme und zur Sicherstellung einer ausreichenden Personalstärke werden zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Schreiben Sie eine Rezension
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.