Wenige Tage vor der Rückkehr von „L'amour est dans le pré“ (Liebe liegt auf der Wiese) auf M6 sprach Karine Le Marchand mit Télé Star über die Schwierigkeiten, mit denen die Teilnehmerinnen der Sendung konfrontiert sind. Nach jahrelanger Arbeit mit alleinstehenden Menschen aus der Landwirtschaft stellt die Moderatorin fest, dass Bäuerinnen es oft schwerer haben als Landwirte, eine Partnerin für eine langfristige Beziehung zu finden. Für Karine Le Marchand liegt eine der Hauptursachen in einer ganz konkreten Tatsache: Besitzt eine Bäuerin ihren Hof, so ist es in der Regel Aufgabe des Verehrers, sein eigenes Leben aufzugeben, um mit ihr zusammenzuleben.
„Für einen Mann ist es komplizierter, alles hinter sich zu lassen.“
Auf die Frage von Télé Star nach den besonderen Schwierigkeiten, mit denen Bäuerinnen konfrontiert sind, ging Karine Le Marchand direkt auf die Frage der von den Verehrern geforderten Lebensstiländerung ein: „Für einen Mann ist es komplizierter, alles hinter sich zu lassen, seine Freunde, seinen Job... um mit einer Frau zusammenzuleben.“
Die Bäuerin ist tatsächlich eng mit ihrem Hof verbunden. Ihr Land, die Gebäude, die Tiere und ihre berufliche Tätigkeit machen einen Umzug über mehrere Dutzend oder gar Hunderte von Kilometern in der Regel unmöglich. Der Aufbau einer Beziehung kann daher für ihren Verehrer eine viel größere Umstellung bedeuten: einen Ortswechsel, den Verlust seines Arbeitsplatzes, den Abschied von seinen Angehörigen und die Eingewöhnung in den Alltag einer beruflich etablierten Frau.
Karine Le Marchand deckt während ihrer Porträtsitzungen unausgesprochene Wahrheiten auf.
Karine Le Marchand beschreibt auch ihre Vorgehensweise bei den Interviews mit den Landwirten. Die Moderatorin interessiert sich nicht allein für die Antworten. Sie beobachtet aufmerksam die körperlichen Reaktionen der Kandidaten, wenn sie bestimmte Themen anspricht : „Ich achte sehr auf die nonverbale Kommunikation.“ Gesten, Zögern und Pausen helfen ihr, Themen zu erkennen, bei denen es einem Landwirt schwerer fällt, sich auszudrücken : „Wenn sich die Hände verkrampfen, Stille eintritt oder sich die Schultern bei bestimmten Themen anspannen, weiß ich, dass ich nachhaken muss.“ Durch diese Aufmerksamkeit für die Reaktionen der Kandidaten kann die Moderatorin über deren vorbereitete Antworten hinausgehen und deren Erwartungen vor dem Eintreffen der potenziellen Landwirte besser verstehen.
Größe, Sexualität: Karine Le Marchand scheut sich nicht vor intimen Themen.
Karine Le Marchand geht auch bereitwillig auf deutlich persönlichere Fragen ein. Bestimmte Präferenzen können während der Interviews ausschlaggebend sein, und die Moderatorin spricht diese gerne schon in der ersten Vorstellung an. Sie erwähnt insbesondere die Körpergröße einiger Kandidaten: „Bei Männern, die kleiner als 1,65 m oder 1,67 m sind, kann es ein Hindernis darstellen.“
Auch Sexualität gehört zu den besprochenen Themen. Karine Le Marchand ist der Ansicht, dass sie ein wichtiger Faktor in einer zukünftigen Beziehung sein kann und schließt sie daher nicht systematisch aus den Gesprächen aus : „Sexualität steht ebenfalls im Vordergrund!“ Diese Fragen können besonders relevant werden, wenn Kandidaten lange Zeit Single waren oder bestimmte Erwartungen an ihre zukünftige Beziehung haben.
Speed-Dating verändert sich in der Saison 21
Die 21. Staffel von „Bauer sucht Frau“ bringt eine bedeutende Änderung im Vergleich zum traditionellen Speed-Dating-Format. Das Format wurde überarbeitet, um den Bauern und ihren potenziellen Partnerinnen mehr Privatsphäre bei den ersten Treffen zu ermöglichen. Moderatorin Karine Le Marchand begleitet die Dates nun per Kamera. Von einem Pariser Hausboot aus kann sie die Treffen beobachten, bevor sie die Bauern persönlich trifft, um erste Eindrücke zu sammeln. Gegenüber Télé Star beschrieb die Moderatorin diese neue Rolle als „wirklich spannend, aber auch sehr intensiv “. So kann sie die Reaktionen der Kandidaten verfolgen, ohne bei den ersten Einzelgesprächen physisch anwesend zu sein.
Eine besondere Herausforderung für die Frauen von „Love is in the Meadow“
Nach über 20 Staffeln mit alleinstehenden Landwirten kennt Karine Le Marchand die Hürden, die ihnen beim Aufbau einer dauerhaften Beziehung begegnen. Geografische Distanz, berufliche Verpflichtungen und der hohe Arbeitsaufwand auf dem Bauernhof erschweren manche Beziehungen. Für Landwirtinnen kann die Situation jedoch noch komplexer sein. Wie die Moderatorin gegenüber Télé Star erklärte , bedeutet die Partnersuche auch, einen Mann zu finden, der bereit ist, einen Teil seines Alltags aufzugeben, um auf dem Hof seiner Partnerin zu leben. Diese erhebliche Lebensveränderung kann schon bei den ersten Dates eine wichtige Rolle spielen und erklärt laut Karine Le Marchand, warum die Frauen in der Sendung „ L'amour est dans le pré“ (Liebe liegt auf der Wiese) manchmal größere Schwierigkeiten haben, jemanden zu finden, der bereit ist, ihr Leben mit ihnen zu teilen.