UNTERNEHMEN Polizeijustiz

Villefranche-sur-Saône: Ein Netzwerk soll in nur 51 Tagen 1.826 Pakete per Drohne an Gefängnisse geliefert haben.

Villefranche-sur-Saône: Ein Netzwerk soll in nur 51 Tagen 1.826 Pakete per Drohne an Gefängnisse geliefert haben.
Villefranche-sur-Saône: Ein Netzwerk soll in nur 51 Tagen 1.826 Pakete per Drohne an Gefängnisse geliefert haben.

Ein Team, das sich auf die Lieferung von Schmuggelware per Drohne in das Gefängnis von Villefranche-sur-Saône spezialisiert hatte, wurde nach mehrwöchigen Ermittlungen aufgelöst. Vier junge Erwachsene und ein 16-jähriger Jugendlicher stehen im Verdacht, innerhalb von 51 Tagen 1.826 Pakete transportiert zu haben, was einem Durchschnitt von fast 36 Lieferungen pro Tag entspricht.

Die Ermittlungen wegen Drogenhandels in Beauregard im Département Ain begannen Ende Juni. Die Untersuchungen der Forschungsbrigade Trévoux und der Forschungsabteilung Lyon brachten nach und nach ein Netzwerk ans Licht, das das Gefängnis belieferte. Berichten zufolge wurden in der Nähe der Einrichtung zwei Abwurfstellen eingerichtet.

Es wurden etwa dreißig Kilo Cannabis geliefert.

Die Gruppe agierte nach einer strukturierten Organisation mit klarer Aufgabenteilung in Paketvorbereitung, Logistik und Drohnensteuerung. Um die Bestellungen auszuliefern, wurden angeblich Unterkünfte in der Nähe des Gefängnisses angemietet, die über Airbnb angeboten wurden. Am 4. August wurden drei Verdächtige bei einer Auslieferung festgenommen. Zwei weitere wurden später in ihren Wohnungen verhaftet.

Bei den Durchsuchungen wurden 500 Gramm Cannabis-Harz, zehn Stangen Zigaretten, eine Drohne mit 18 Akkus, 6.000 Euro Bargeld und ein Fahrzeug sichergestellt. Die Ermittler schätzen, dass im Untersuchungszeitraum etwa 30 Kilogramm Cannabis-Harz in das Gefängnis geschmuggelt wurden.

Drei Verdächtige in Untersuchungshaft genommen

Die fünf Verdächtigen wurden nach 48 Stunden in Polizeigewahrsam einem Richter vorgeführt. Drei der vier Erwachsenen, die den Justizbehörden bereits bekannt waren, blieben in Untersuchungshaft. Der vierte wurde unter richterlicher Aufsicht freigelassen.

Die vier Erwachsenen müssen sich am 5. Oktober vor dem Strafgericht in Villefranche-sur-Saône verantworten. Der Minderjährige, der in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht ist, wird am 2. September vor Gericht erscheinen. Der Fall verdeutlicht die zunehmende Industrialisierung von Drohnenlieferungen im Umfeld von Gefängnissen und die Fähigkeit bestimmter Netzwerke, einen regelrechten, verdeckten Logistikdienst zu organisieren.

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