Die französischen Behörden haben im Zuge einer großangelegten Operation gegen Kinderpornografie, die zwischen Mai und Juni 2026 durchgeführt wurde, 178 Nutzer der ehemaligen Chat-Plattform Coco festgenommen. Die beteiligten Personen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren stehen im Verdacht, Kinderpornografie verbreitet oder geteilt oder sexuelle Übergriffe gegen Minderjährige begangen zu haben.
Die von der Nationalen Cyber-Einheit der Gendarmerie koordinierte Operation ist eine Fortsetzung der Ermittlungen, die 2024 zur Schließung der Plattform führten. Die Ermittler werteten eine beträchtliche Datenmenge aus und analysierten mehr als 185.000 Fotos und fast 24.000 Videos, um die Hauptnutzer zu identifizieren, die an kriminellen Aktivitäten beteiligt waren.
Mehrere Festnahmen
Insgesamt wurden 172 Personen in Gewahrsam genommen und sechs weitere im Rahmen des freiwilligen Vernehmungsverfahrens befragt. Die ersten gerichtlichen Entscheidungen führten bereits zu sieben Freiheitsstrafen, zwei Bewährungsstrafen, 19 Untersuchungshaftanordnungen, 19 Anordnungen zur gerichtlichen Aufsicht und 22 Vorladungen.
Die Ermittlungen dauern an, nachdem die Plattform einige Monate nach ihrer Schließung unter dem Namen Cocoland wieder aufgetaucht ist. Der Gründer von Coco, gegen den bereits in Frankreich ermittelt wird, wird wegen Straftaten im Zusammenhang mit der Verbreitung von Kinderpornografie, der Verführung Minderjähriger und dem Betrieb einer Plattform, die verschiedene kriminelle Aktivitäten ermöglichte, angeklagt.
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