Der Generalinspektor für Freiheitsentzugsanstalten hat einen besonders kritischen Bericht über die Abteilung für Organisierte Kriminalität (QLCO) des Gefängnisses Condé-sur-Sarthe veröffentlicht. Die unabhängige Behörde spricht von „systematischer Gewalt“ durch Mitglieder des Gefängnispersonals und ist der Ansicht, dass bestimmte Praktiken die Würde der Gefangenen schwerwiegend verletzen.
Nach einem Besuch im Mai schilderten die Inspektoren Durchsuchungen, die als erniedrigend empfunden wurden, wiederholte Einschüchterungen, Beleidigungen, absichtliches nächtliches Wecken und Verhaltensweisen, die eine unmenschliche oder erniedrigende Behandlung darstellen könnten. Der Bericht empfiehlt eine interne Untersuchung, um die Verantwortlichen zu ermitteln und ein erneutes Auftreten zu verhindern.
Der Justizminister weist die Ergebnisse zurück.
In seiner Antwort an den Generalinspektor erklärt Gérald Darmanin, dass bisher weder ein Gerichtsurteil noch eine Strafanzeige oder Berufung einen nachgewiesenen Verstoß gegen die Grundrechte von in dieser Einrichtung Inhaftierten belegt habe. Der Justizminister bekräftigt, dass der Betrieb der Einheit den rechtlichen, sicherheitstechnischen und ethischen Anforderungen entspreche.
Diese Kontroverse entsteht, während eine gerichtliche Untersuchung aufgrund einer Beschwerde von sechs Häftlingen läuft, die mehrere Mitarbeiter der Gewalt und Demütigung beschuldigen. Darüber hinaus ist für die kommenden Monate eine Überprüfung der Gefängnisleitung geplant, um den Betrieb dieser Hochsicherheitsabteilung zu bewerten.
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