MONDE Dem Nahen Osten

Bei einem Angriff der Huthi-Rebellen wurden elf Zivilisten im Süden Saudi-Arabiens verletzt.

Bei einem Angriff der Huthi-Rebellen wurden elf Zivilisten im Süden Saudi-Arabiens verletzt.
Bei einem Angriff der Huthi-Rebellen wurden elf Zivilisten im Süden Saudi-Arabiens verletzt.

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen griffen am Donnerstagabend ein Gebiet im Süden Saudi-Arabiens nahe der jemenitischen Grenze an und verletzten elf Zivilisten vier verschiedener Nationalitäten. Der Angriff erfolgte inmitten eskalierender Spannungen seit Beginn des Konflikts zwischen den USA und dem Iran im Februar.

Bei dem Angriff wurden sieben Saudis, zwei Ägypter, ein Jemenit und ein Pakistani verletzt, wie General Turki al-Maliki, Sprecher der von Riad geführten Militärkoalition zur Unterstützung der jemenitischen Regierung gegen die Huthis, mitteilte. Er warf den Huthis vor, „wahllos auf zivile Ziele geschossen“ zu haben. Weder die Miliz noch der Iran reagierten umgehend auf die Erklärung.

Seit Ausbruch des Krieges zwischen den USA und dem Iran im vergangenen Februar hat Teheran Saudi-Arabien, das amerikanische Militärstützpunkte beherbergt, ins Visier genommen. Vor weniger als drei Wochen verhängten die Huthis eine Seeblockade gegen das Königreich – ein Zeichen dafür, dass der langjährige Konflikt zwischen Riad und den jemenitischen Rebellen nun mit dem umfassenderen regionalen Krieg verflochten ist.

Inmitten dieser sich zuspitzenden Lage wurde erwartet, dass Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan am Freitag in Dschidda ein gemeinsames Verteidigungsabkommen unterzeichnen würden, wie Reuters und AFP unter Berufung auf Quellen berichteten. Der Pakt sei „schon lange in der Diskussion“ gewesen, doch die jüngsten Entwicklungen in der Region hätten seine Finalisierung beschleunigt, sagte eine Quelle aus dem saudischen Militär gegenüber AFP.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman traf sich planmäßig mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif. Erdoğan wurde am Freitag in Dschidda erwartet, während Sharif und der pakistanische Generalstabschef Asim Munir bereits am Donnerstag im Königreich eingetroffen waren. Pakistan, der einzige Staat mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit und Atomwaffen, hatte bereits ein bilaterales Verteidigungsabkommen mit Saudi-Arabien unterzeichnet, das 2025 in Kraft treten soll.

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