Bar Asraf, ein 30-jähriger Israeli, der den Anschlag auf das Nova-Festival am 7. Oktober 2023 überlebt hatte, beging am Grab seiner Freundin Liron Barda Selbstmord. Sie war bei dem Hamas-Massaker getötet worden, dem Hunderte von Festivalbesuchern in Süd-Israel zum Opfer fielen. Laut seiner Familie erholte sich Bar Asraf nie vom Verlust der Frau, die er als seine Seelenverwandte bezeichnete. Sein Tod ereignete sich wenige Wochen vor dem dritten Jahrestag der Anschläge.
Das Trauma des 7. Oktober hatte ihn nie losgelassen.
Am 7. Oktober 2023 besuchten Bar Asraf und Liron Barda das Nova-Musikfestival in der Nähe des Gazastreifens, als Hamas-Kommandos ihren Angriff auf Israel starteten. Bei dem Angriff starben Hunderte von Festivalbesuchern. Bar Asraf überlebte, Liron Barda wurde getötet. Seit dieser Tragödie leidet er laut seiner Familie unter einem schweren psychischen Trauma, geprägt von Trauer, den Erinnerungen an den Angriff und den anhaltenden Folgen dieses Tages.
Eine Geste am Grab seines Partners
Am vergangenen Samstag besuchte Bar Asraf den Friedhof, auf dem Liron Barda begraben liegt. Dort hatte er sich das Leben genommen. Die Nachricht löste in Israel tiefe Trauer aus, und viele Menschen gedachten des jungen Mannes in den sozialen Medien. In mehreren Beiträgen wurde beschrieben, wie sehr ihn die Ereignisse vom 7. Oktober gezeichnet hatten und wie unfähig er war, den Verlust seiner Partnerin zu verkraften.
Das schwere psychologische Erbe der Überlebenden
Seit den Anschlägen vom 7. Oktober 2023 leiden viele Überlebende und Angehörige der Opfer unter psychischen Belastungen, darunter posttraumatische Belastungsstörung, Angstzustände und Depressionen. Israelische Behörden und verschiedene Organisationen haben Unterstützungsprogramme eingerichtet, doch die Folgen des Massakers wirken sich weiterhin nachhaltig auf die Überlebenden aus. Der Tod von Bar Asraf verdeutlicht fast drei Jahre später auf schmerzliche Weise das Ausmaß der unsichtbaren Wunden, die dieser Anschlag hinterlassen hat. Seine Geschichte reiht sich ein in die zahlreichen Berichte von Überlebenden, die nach einem der blutigsten Tage in Israels jüngerer Geschichte mit anhaltenden Traumata zu kämpfen haben.