Der Präsident der senegalesischen Nationalversammlung, El Malick Ndiaye, gab am Sonntag seinen Rücktritt bekannt und verschärfte damit die politische Krise, die das Land zwei Tage nach der Auflösung der Regierung durch Präsident Bassirou Diomaye Faye erfasst hat.
Ndiaye, eine einflussreiche Persönlichkeit in der regierenden PASTEF-Partei, erklärte, sein Rücktritt sei eine persönliche Entscheidung gewesen, die er „im besten Interesse der Nation“ getroffen habe.
Am Freitag entließ Präsidentin Faye Premierminister Ousmane Sonko und löste dessen Regierung auf, nachdem es mehrere Monate lang zunehmende Spannungen zwischen den beiden Verbündeten gegeben hatte, die 2024 gemeinsam an die Macht gekommen waren.
Laut Reuters haben sich die Beziehungen zwischen Faye und Sonko im Kontext wirtschaftlicher Schwierigkeiten verschlechtert, die insbesondere durch steigende Schulden und die internationalen Folgen des Krieges gegen den Iran gekennzeichnet sind.
Die senegalesischen Abgeordneten sollen am Dienstag zusammentreten, um über eine mögliche Wiedereinsetzung von Ousmane Sonko als Abgeordneter abzustimmen und einen neuen Präsidenten der Nationalversammlung als Nachfolger von Ndiaye zu wählen.
Diese Aussicht stößt bereits bei der Opposition und einigen Rechtsexperten auf Kritik, die der Ansicht sind, dass Sonkos Wiedereinsetzung gegen die parlamentarischen Regeln verstoßen könnte, da er nie offiziell als Mitglied des Parlaments tätig war.
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