Ein lettischer Oppositionsabgeordneter versucht nach dem Zusammenbruch der Koalition eine neue Regierung zu bilden.
Ein lettischer Oppositionsabgeordneter versucht nach dem Zusammenbruch der Koalition eine neue Regierung zu bilden.

Der lettische Abgeordnete Andris Kulbergs kündigte am Montag an, dass er nach dem Zusammenbruch der scheidenden Regierung aufgrund von Spannungen im Bereich der nationalen Sicherheit eine neue Vier-Parteien-Koalitionsregierung bilden wolle.

Kulbergs, der vom lettischen Präsidenten Edgars Rinkevics mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt wurde, gab an, dass eine Einigung über die Verteilung der Verantwortlichkeiten zwischen den potenziellen Partnern erzielt worden sei, die Verhandlungen jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen seien.

Die politische Krise fällt in eine Zeit erhöhter Sicherheitsbedenken in den baltischen Staaten, engen Verbündeten der Ukraine und NATO-Mitgliedern. In den letzten Monaten wurden mehrere russische Drohneneinsätze in der Region gemeldet, was die Debatten über die Verteidigungs- und Sicherheitspolitik der Regierung weiter anheizte.

Die frühere Premierministerin Evika Silina trat kürzlich zurück, nachdem es innerhalb ihrer Koalition zu Meinungsverschiedenheiten über die Reaktion auf Drohnenvorfälle gekommen war. Dies führte zum Sturz der Regierung nur wenige Monate vor den geplanten Parlamentswahlen des Landes.

Das lettische Parlament könnte bereits diese Woche über die Ernennung des neuen Kabinetts unter Führung von Kulbergs abstimmen. Sollte er die notwendige Unterstützung erhalten, würde er eine Mitte-Rechts-Regierung leiten, die voraussichtlich eine harte Linie gegenüber Russland verfolgen wird.

Die nationale Sicherheit sollte auch für die künftige Regierung oberste Priorität haben, da die baltischen Staaten angesichts der regionalen Spannungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine ihre militärischen Fähigkeiten und die Zusammenarbeit mit westlichen Verbündeten weiter stärken.

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