In mehreren Dörfern im Distrikt Chakwal in Pakistan beschreiben Dutzende von schiitischen Arbeitern, die aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückkehren, eine schwierige Situation nach ihrer plötzlichen Vertreibung, die durch den Verlust ihrer Arbeitsplätze, Ersparnisse und manchmal sogar persönlicher Gegenstände gekennzeichnet ist.
Laut gesammelten Zeugenaussagen sind kürzlich mehr als 100 pakistanische Schiiten ohne jegliche Mittel in ihre Dörfer zurückgekehrt, nachdem sie in einem angespannten regionalen Kontext, der mit den Folgen des andauernden Krieges um den Iran zusammenhängt, aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückgeschickt worden waren.
Die Ausgewiesenen geben an, verhaftet und anschließend ohne detaillierte Begründung zurückgeschickt worden zu sein. Einige berichten von der Beschlagnahmung ihrer Besitztümer und der Unmöglichkeit, ihr über die Jahre verdientes Geld zurückzuerhalten. Mehrere von ihnen arbeiteten im Sicherheits- oder Dienstleistungssektor in großen Städten am Golf.
Menschenrechtsorganisationen, darunter Human Rights Watch, haben angekündigt, Berichte über besorgniserregende Massenräumungen und potenziell diskriminierende Zwangsräumungen zu untersuchen. Lokale Verbände berichten seit Jahresbeginn von Tausenden ähnlicher Fälle.
In diesem Zusammenhang schätzt eine von Gemeindeorganisationen zitierte Datenbank, dass seit Ende Februar mehrere Tausend pakistanische Schiiten vertrieben wurden – ein Zeitraum, der mit einer Zunahme regionaler Spannungen zusammenfällt. Diese Zahlen lassen sich jedoch nur schwer unabhängig überprüfen.
Für viele Familien sind die Folgen unmittelbar: Einkommensverlust, wachsende Verschuldung und fehlende Zukunftsperspektiven. Pakistan, ohnehin wirtschaftlich angeschlagen, ist stark von Überweisungen seiner im Golf lebenden Diaspora abhängig, was die Ängste der Bevölkerung noch verstärkt.
Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate haben sich in den Berichten nicht öffentlich zu den erhobenen Vorwürfen geäußert.
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