Bei einem Protest gegen ein von den USA unterstütztes Ebola-Behandlungszentrumsprojekt wurde ein kenianischer Teenager getötet, wie Angehörige des Opfers mitteilten. Über die Umstände seines Todes kursieren widersprüchliche Berichte.
Das Opfer, bei dem es sich laut seiner Großmutter um den 17-jährigen Sylvester Muigai handelt, wurde Berichten zufolge während eines Polizeieinsatzes zur Auflösung von Protesten gegen die Errichtung eines Quarantänezentrums auf einem kenianischen Luftwaffenstützpunkt erschossen.
Dieses Projekt umfasst den Bau einer Einrichtung mit 50 Betten zur Unterbringung amerikanischer Patienten im Rahmen eines Ebola-bezogenen Gesundheitsprogramms. Es hat lokale Spannungen ausgelöst, da einige Anwohner und Demonstranten ihren Widerstand gegen die ihrer Ansicht nach von außen auferlegte Maßnahme zum Ausdruck bringen.
Laut Aussage der Großmutter des jungen Mannes teilte die Polizei ihr mit, ihr Enkel sei durch eine Tränengasgranate getötet worden. Mehrere Zeugen vor Ort sowie Organisatoren der Demonstration behaupten jedoch, er sei erschossen worden.
Der junge Mann hatte laut seiner Familie zunächst nicht an der Demonstration teilgenommen. Er war auf dem Weg, eine Schuluniform zu kaufen, als er angeblich während des Polizeieinsatzes in die Unruhen geriet.
Die genauen Umstände seines Todes konnten noch nicht unabhängig ermittelt werden, und die Behörden haben bisher keine detaillierte Darstellung der Ereignisse veröffentlicht. Der Vorfall hat in Kenia eine hitzige Kontroverse über den Umgang mit Protesten und das US-finanzierte Gesundheitszentrumsprojekt neu entfacht.
Da die Spannungen anhalten, mehren sich die Rufe nach einer unabhängigen Untersuchung, um die genauen Umstände des Todes des Teenagers zu ermitteln.
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