Seit Senegal die Haftstrafe für Homosexualität auf zehn Jahre erhöht hat, versuchen Männer vermehrt, nach Frankreich zu gelangen, um dort Asyl zu beantragen. Französische Organisationen berichten von einem Anstieg der Notrufe aus dem Land.
Chérif ist nicht sein richtiger Name. Er lebt ohne Papiere in Frankreich, weigert sich, Auskunft über seine Ankunft zu geben und hofft auf Asyl. Er beschreibt eine Atmosphäre, die im Senegal „unerträglich“ geworden sei, „zu Hause, auf der Straße, im Fernsehen und in den sozialen Medien“. Die von ihm wiedergegebenen Äußerungen sind unmissverständlich: „Sie verderben die Jugend“, „sie zerstören das Land“, „sie müssen getötet werden“, „sie müssen verbrannt werden“.
Seine Aussage ist kein Einzelfall. Seit mehreren Monaten warnen französische Organisationen vor der steigenden Zahl von Notrufen aus Senegal. Insbesondere die Organisation STOP Homophobie erhält Hilferufe, wie beispielsweise den eines 34-jährigen Mannes, der versucht, das Land zu verlassen, „weil das Land nicht bereit ist, Schwule zu akzeptieren“. Seine Aussage bringt die Situation auf den Punkt: „Alle Homosexuellen verstecken sich. Es ist wie im Gefängnis.“
Diese Situation hat sich verschärft, seit Homosexualität im Senegal mit zehn Jahren Gefängnis bestraft wird. Im März 2026 fand in Dakar eine Demonstration gegen Homosexuelle statt – ein Zeichen des sozialen Drucks, der die repressive Rechtslage noch verschärft.
Die französischen Wochenmagazine dieser Woche thematisieren auch weitere internationale Spannungen. L'Express veröffentlicht Szenarien russischer Angriffe in Europa, die laut Magazin von Militärexperten entwickelt wurden: eine Landung auf der schwedischen Insel Gotland im September 2029, Drohnenangriffe auf Polen oder die Einnahme von Narva, einer Stadt im Nordosten Estlands, am 4. Dezember 2028 unter dem Vorwand, die russischsprachige Minderheit zu schützen. US-General Ben Hodges wird zitiert: Ziel solcher Aktionen wäre es, „die Bevölkerung einzuschüchtern, damit sie Druck auf ihre Regierungen ausübt, die Unterstützung für die Ukraine einzustellen.“
Im Bereich des Klimawandels sorgen die verheerenden Brände in der Region Bordeaux für Gesprächsstoff in den Leitartikeln. La Tribune Dimanche spricht von „Klimaflüchtlingen“, die angesichts der unvorhersehbaren Ausbreitung der Brände gezwungen sind, ihre Häuser zu verlassen, während Le Parisien Dimanche feststellt, dass Europa, „das wir vor diesen Katastrophen sicher wähnten, nun schwer getroffen wird“.
Im Urlaubssektor stellt Courrier International einen Abwärtstrend fest: Laut einer Studie der Expedia-Agentur geben 91 % der Reisenden an, dass sie sich zu Aufenthalten hingezogen fühlen, die sich auf Lesen, Entspannung und ruhige Momente konzentrieren, fernab von Strandparkplätzen, die schon ab acht Uhr morgens überfüllt sind.
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