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Google Maps benennt den Ontariosee für amerikanische Nutzer in „Amerikasee“ um.

Google Maps benennt den Ontariosee für amerikanische Nutzer in „Amerikasee“ um.
Google Maps benennt den Ontariosee für amerikanische Nutzer in „Amerikasee“ um.

Google hat den Namen des Ontariosees auf seiner Kartenplattform geändert und zeigt Nutzern in den Vereinigten Staaten nun „Amerika-See“ an. Dies geschieht auf Anordnung von Präsident Donald Trump.

Wenige Tage nachdem Donald Trump die offizielle Umbenennung des Ontariosees angeordnet hatte, aktualisierte Google seine Kartenplattform entsprechend. Amerikanische Nutzer sehen nun „Lake America“ anstelle des historischen Namens, während Kanadier weiterhin „Lake Ontario“ sehen. Nutzer außerhalb dieser beiden Länder sehen beide Namen gleichzeitig.

„Diese Aktualisierungen entsprechen unserer langjährigen Richtlinie in Bezug auf Gewässer, deren Namen je nach Land variieren“, erklärte Google in einer kurzen Stellungnahme und wies darauf hin, dass das US Geographic Names Information System (GNIS) die offizielle Referenz für dieses Gebiet sei.

Es ist nicht das erste Mal, dass Google einer solchen Entscheidung der Trump-Regierung nachgekommen ist. Bereits 2025 hatte das Unternehmen den Golf von Mexiko für seine amerikanischen Nutzer in „Golf von Amerika“ umbenannt, woraufhin Mexiko Klage gegen das Unternehmen einreichte.

Der Ontariosee hat seinen Namen vom Wendat-Wort „Ontari'io“, was „großer und schöner See“ bedeutet. Die kanadische Provinz Ontario selbst übernahm diesen Namen in Anlehnung an den See. Trump ordnete die Namensänderung inmitten eines angespannten Handelskriegs zwischen Washington und Ottawa nach wochenlangen gescheiterten Verhandlungen an. Der kanadische Premierminister Mark Carney begründete den Rückzug seines Landes aus den Gesprächen mit kurzfristigen Änderungen, die er als „unfair und unwirtschaftlich“ einstufte. Dazu zählten amerikanische Einwände gegen französischsprachige Kennzeichnungsvorschriften und Anforderungen an französischsprachige Inhalte für Streaming-Dienste in Quebec.

Die kanadische Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Am Samstag enthüllte Ontarios Premierminister Doug Ford ein neues Schild am Ufer des Sees mit der Inschrift „Lake Ontario: Now and Forever“ in Englisch und Französisch. „Präsident Trump kann ihn nennen, wie er will, aber der Rest der Welt wird ihn immer Lake Ontario nennen“, erklärte er.

Die Namensänderung wirkte sich jedoch aufgrund eines unerwarteten technischen Problems auch auf Kanada aus. Mehrere Websites der Regierung von Ontario, die Google Maps-Daten direkt einbinden, zeigten automatisch „Lake America“ an, darunter auch die Website der Liquor Control Board of Ontario, die aus Protest gegen Handelspraktiken amerikanische Spirituosen aus dem Sortiment genommen hatte. Ontarios Minister für öffentliche Dienste, Stephen Crawford, gab am Sonntagabend bekannt, dass die Provinzbehörden alle ihre Websites überprüfen, um den Namen „Lake Ontario“ wiederherzustellen.

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