Das südkoreanische Unternehmen SK Gas zahlte 5,3 Millionen US-Dollar (rund 4,5 Millionen Euro), um sich die vorrangige Durchfahrt durch den Panamakanal zu sichern. Dieser Betrag, der höchste, der jemals in einer von der Kanalbehörde organisierten Auktion gezahlt wurde, ermöglicht es dem Flüssiggas-Schiff „G. Spirit“, die Wasserstraße am 1. September zu passieren.
Diese Rekordauktion findet vor dem Hintergrund sinkender Wasserstände in den künstlichen Stauseen von Gatún und Alhajuela statt, die die Schleusen speisen. Aufgrund der Trockenheit infolge des El-Niño-Phänomens wird die tägliche Schiffsbefahrung des Kanals ab dem 3. September von 36 auf 34 und ab Mitte September auf 32 reduziert. Über diese 80 Kilometer lange Wasserstraße werden rund 5 % des weltweiten Seehandels abgewickelt.
Die Gebote schnellen in die Höhe, da die Slots immer knapper werden.
Fast neun von zehn Durchfahrten werden normalerweise im Voraus geplant. Verbleibende Liegeplätze sowie solche, die aufgrund unvorhergesehener Umstände frei werden, werden versteigert. Der Kanal legt einen Startpreis fest, woraufhin die Reedereien je nach Dringlichkeit ihrer Ladung höhere Gebote abgeben. Im April zahlte ein Schiff bereits vier Millionen Dollar, um den Transport von Kohlenwasserstoffen inmitten der Blockade der Straße von Hormus zu beschleunigen.
Zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 erreichte der Durchschnittspreis bei diesen Auktionen rund 55.000 US-Dollar, bevor er sich in den Folgemonaten verdreifachte. Der von SK Gas gezahlte Rekordpreis verdeutlicht die wirtschaftlichen Folgen der Dürre für eine strategisch wichtige Route, die unter anderem die Ostküste der USA mit China, Südkorea und Japan verbindet. Ein anhaltender Rückgang des Schiffsverkehrs könnte die Transportkosten erhöhen und zu weiteren Verzögerungen in den Lieferketten führen.
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