Der Streik der Beschäftigten des Pariser Sozialnotdienstes (Samu social) endete nach 57 Tagen. Die Gewerkschaft CGT unterzeichnete am 18. August eine Einigung, in der sie nach eigenen Angaben ausreichende Zusagen hinsichtlich Löhnen und Arbeitsbedingungen erreicht hat. Die Gewerkschaft beabsichtigt, die Umsetzung der Vereinbarung in den kommenden Monaten zu überwachen.
Seit dem 23. Juni hatten Mitarbeiter der Notrufnummer 115, Pädagogen und Sozialarbeiter die Räumung von Familien angeprangert, die zuvor im Rahmen des Kälteschutzplans untergebracht worden waren. Rund 400 Menschen schlossen sich der Bewegung an und besetzten mehrere Wochen lang die Stufen des Gebäudes von Samu Social (einer Einrichtung für soziale Notdienste). Das Lager wurde schließlich am 13. August von den Sicherheitskräften geräumt.
Neubewertungen und neue Garantien
Die Vereinbarung beinhaltet eine Gehaltserhöhung für die Mitarbeiter der Notrufzentrale 115, eine 45-minütige Pause ohne Anrufannahme zu Beginn jeder Schicht sowie mehr Teambesprechungen. Zusätzlich wird ein Überstundenzuschlag von 150 € im Rahmen des Kälteschutzplans gezahlt. Der Zuschlag für mehrsprachige Mitarbeiter könnte nach einer für Oktober geplanten Abstimmung des Vorstands von 30 € auf 125 € steigen.
Das Ende des Streiks löst jedoch nicht das Problem der fehlenden Notunterkünfte. Berichten zufolge errichteten fast 250 Menschen nach der Räumung des Lagers ein Zeltlager vor dem Rathaus von Paris Centre. Die Gewerkschaft CGT kündigte an, weiterhin mobilisiert zu bleiben, um Familien ohne Lösung zu unterstützen. Die Regierung plant, sich im September mit den Arbeitnehmervertretern zu treffen, um über die Finanzierung, die Unterbringungsmöglichkeiten und die Auswirkungen der öffentlichen Politik auf die Leistungen des Sozialdienstes Samu Social (Nothilfe) zu beraten.
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