Die Regierung hat bis Juli eine besonders umfangreiche parlamentarische Agenda aufgestellt, die eine Reihe von Gesetzesentwürfen zu heiklen Themen wie Neukaledonien, Sterbebegleitung, sozialen Medien und Sicherheit umfasst. Laut diesem der AFP vorliegenden Zeitplan plant die Regierung, das Thema Neukaledonien bereits Ende März, nach den Kommunalwahlen, in der Nationalversammlung zu behandeln, obwohl die Verfassungsreform aufgrund mangelnder Unterstützung seitens der Sozialisten als fragil gilt.
Der Senat wird sich voraussichtlich unter anderem mit dem Verbot sozialer Medien für unter 15-Jährige sowie mit der erneuten Vorlage des Gesetzentwurfs zur Sterbehilfe befassen, den er zuvor abgelehnt hatte. Im April wird in der Nationalversammlung ein Gesetzentwurf gegen „Terroranschläge“ erwartet, der auch eine Verlängerung der Haftzeiten auf bis zu 210 Tage für bestimmte als gefährlich eingestufte Ausländer vorsieht.
Die Regierung will ihre Maßnahmen gegen illegale Straßenrennen in Städten verstärken.
Im Mai wird die Nationalversammlung voraussichtlich mehrere Gesetzesentwürfe mit starkem souveränem Charakter beraten. Dazu gehören Maßnahmen zur Stärkung der Befugnisse der Stadtpolizei, ein Vorschlag der Republikaner (LR) zur Vermutung der Selbstverteidigung für die Strafverfolgungsbehörden sowie ein Regierungsgesetz zur alltäglichen Sicherheit mit Maßnahmen gegen illegale Straßenrennen. Auch ein Gesetzentwurf zur Einführung einer einheitlichen Sozialleistung steht auf der Tagesordnung.
Im Juni sollen die Abgeordneten des Parlaments den Verteidigungshaushalt, Gesetze zur Strafjustiz und ein Rahmengesetz zur Rückgabe von Kulturgütern prüfen. Die Regierung erwägt zudem eine Sondersitzung im Juli, um ein Gesetz zur Resilienz und Cybersicherheit zu behandeln und mehrere offene Fragen zu klären.